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AEDES Ausstellungen im Mai

Das Berliner Architekturforum zeigt "Eichbaumoper - raumlaborberlin" bei AEDES Land von 1. Mai -5. Juni, bei AEDES am Pfefferberg starten am 5. Mai "Housing in Vienna - Wiener Wohnbau" und "Fragments of a City - Cidade da Cultura de Galicia".

Eichbaumoper - raumlaborberlin (Jan Liesegang, Matthias Rick)

Eichbaumoper bezeichnet die temporäre Transformation der U-Bahnstation Eichbaum in ein Opernhaus. Die Station ist Knotenpunkt und Haltestelle in der  Zwischenwelt der Städte Essen und Mülheim. Einst Ort des Aufbruchs und der Hoffnung ist Eichbaum heute geprägt von Vandalismus, Angst und Bedrohlichkeit.

Dennoch ist die Station ein wichtiger Ort der Verbindung, der durch die Autobahn und U-Bahntrasse zerschnittenen Stadtlandschaft und hat  Modellcharakter für die städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen dieser ehemaligen Industrieregion im Wandel. Die Transformation begann im Winter 2006/07. Die Kunstform Oper, die  Konfrontation des Fragilen mit dem Massiven, schien für das Team von raumlaborberlin geeignet, einen Wandel an diesem Ort herbeizuführen. Es gelang drei große Theater der Region von der Idee zu begeistern, diesen verloren gegangenen öffentlichen Raum für die Stadt zu reaktivieren.

Der Ort selbst mit seinen Bedingungen sollte der Ausgangspunkt für die Inhalte und Themen der neuen Oper werden. Die neu installierte Opernbauhütte auf dem Vorplatz der Haltestelle, der einst gedacht war als kleiner Markt. wurde nun architektonisches Zeichen der Reaktivierung und der Transformation, wurde Werkstatt, Veranstaltungsraum, Bar, Kino, Kunsthalle, Treffpunkt, Lesecafé.
Die eingeladenen Komponisten und Librettisten formten hier in Zusammenarbeit mit den Anwohnern die Oper. Ihre Ängste, Hoffnungen, Träume und Erinnerungen  wanderten direkt in die Librettos.

1. Mai - 2. Juni 2010
AedesLand, Else-Ury-Bogen 600-601, 10623 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-So 10.00 - 20.00 Uhr

Housing in Vienna - Wiener Wohnbau: innovativ. sozial. ökologisch.


Wiens Fertigkeit, funktionale und lebenswerte Wohnbauten zu errichten, geht auf das “rote Wien” in den 1920er und 1930er Jahren zurück, als die Sozialdemokratische Partei erstmals damit begann, sozialen Wohnbau in großem Maßstab zu realisieren. Seither entwickelte die Stadt stufenweise eine Wohnbaupolitik, die wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt.

Die Ausstellung „Wiener Wohnbau – Innovativ. Sozial. Ökologisch“ gibt einen umfassenden Einblick in den Wohnbau Wiens – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Präsentiert werden insgesamt neunundzwanzig realisierte Projekte des öffentlich geförderten Wohnbaus und deren Einbettung in aktuelle Stadtentwicklungsprojekte – unter besonderer Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte. Dazu gehören etwa das Studentenheim Molkereistraße im Passivhaus-Standard von Baumschlager/Eberle Architekten, die mehrgeschossigen Holz-Wohnbauten der Büros Dietrich/Untertrifaller, Hubert Riess und Kaufmann/Kaufmann, die Umnutzung der Gasometer von Ateliers Jean Nouvel, Coop Himmelblau, Prof. Wilhelm Holzbauer und Wehdorn Architekten, die Wohnhausanlage Tokiostraße von Artec, aber auch große Neubaugebiete wie das Kabelwerk von Pool Architekten, die Wienerberg-City von Delugan Meissl Associated Architects sowie der Wohnhof Orasteig des Architekturateliers Walter Stelzhammer.

Wien nimmt im Wohnbau weltweit eine herausragende Rolle ein. Fast 60 Prozent aller Wiener Haushalte befinden sich in geförderten Wohnungen, 220.000 davon in kommunalen Mietwohnungen. Die Stadt investiert jährlich in den Bau von 5.000 bis 7.000 geförderten Wohnungen – das sind rund 80 bis 90 Prozent des gesamten Neubauvolumens. Innovative und ökologische Architektur sollen allen Gesellschaftsschichten zugänglich sein. Dieses umfassende Modell einer sozial, planerisch und ökologisch nachhaltigen Wohnungspolitik wurde seit dem Ende des Ersten Weltkriegs schrittweise aufgebaut und wird auch heute kontinuierlich weiter entwickelt.

5. Mai – 10. Juni 2010
Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

Fragments of a City - Cidade da Cultura de Galicia: Eisenman Architects, New York


Die Ausstellung präsentiert einen ersten Blick auf die „Cidade da Cultura de Galicia “, Stadt der Kultur, auf dem Monte Gaiás in Santiago de Compostela. Entworfen von Peter Eisenman, wird das Gebäude Kunstwerke aus aller Welt mit dem Fokus auf Galizien, Spanien und Lateinamerika beherbergen. Die sechs Gebäudeteile sind paarweise angeordnet und durch Straßen und Plätze miteinander verbunden. Mit diesem architektonischen Meilenstein will Galizien einen Beitrag zu den zeitgenössischen Herausforderungen der Informations- und Wissensgesellschaft leisten und bietet einen ‚Ort der Exzellenz‘ für Reflexion, Diskussion und Aktion in den Bereichen Literatur, Philosophie, Musik, Schauspiel, Tanz, Film, Bildende Kunst und Kommunikation für das neue Jahrhundert.

Die „Cidade da Cultura de Galicia“ besteht aus 6 Gebäuden: der Galizischen Bibliothek, den Galizischen Archiven und Museum, einem Zentrum für Musik und darstellende Künste, dem internationalen Kunstzentrum sowie einem Verwaltungsgebäude. Inspiriert von der mittelalterlich geprägten Stadt Santiago de Compostela erläuterte Eisenman: „Anstatt das Gelände als eine Art Hintergrund zu gestalten, aus dem die Gebäude wie Figuren heraustreten, kann sich hier das Terrain zur Form erheben und die Gebäude sinken in das Terrain ein. In dieser neuartigen urbanen Struktur erscheint der bewohnte Raum sowohl ebenmäßig als auch gefurcht, ähnlich einer Muschelschale, dem historischen Symbol von Santiago. Die Einschreibung der mittelalterlichen Vergangenheit in die „Stadt der Kultur“ erzeugt den Eindruck einer aktiven Gegenwart, die sich in einer taktilen, pulsierenden neuen Form wiederfindet – einer Art fließenden Schale”.

Die ersten beiden Gebäude, die Galizische Bibliothek und die Galizischen Archive, werden Ende 2010, während des Xacobeo, dem Heiligen Jahr des Sankt Jakob, eröffnet. Die „City of Culture of Galicia“ ist eine Initiative der Xunta de Galicia und steht unter der Leitung der im Jahr 1999 gegründeten Fundación Ciudad da Cultura de Galicia.

6. Mai – 4. Juli 2010
Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

Fotos:
1. Eichbaumoper ©G.Walter
2. Autofreie Mustersiedlung, Wien, 1996-1999 s&s architekten Photo: ©Manfred Seidl
3. Galizisches Archivgebäude und Hejduk Türme ©Manuel Gonzalez Vicente

freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Architekturforum AEDES


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