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PROJEKTDATEN

  • Geislingen
  • Deutschland
  • Architekt:
    Klaus von Bock, Architekturbüro von Bock
  • 2011
  • Bauherr
    Stadt Geislingen an der Steige
  • Fotograf:
    1, 4, 8 & 9: Architekturbüro von Bock,
    ArcelorMittal Construction

TECHNISCHE DETAILS


  Grundriss
  Produktkatalog: Ondatherm
  Produktkatalog: Pflaum Linear Fassadensystem

Kinderhaus Geislingen


Ein neuer Kindergarten, bunt wie eine Blumenwiese: die Satteldachlandschaft des eingeschossigen Gebäudes  basiert auf dem K’energy – Sandwichdach von ArcelorMittal Arval, das optimale Wärmedämmung garantiert. Auf die Sandwichpaneele sind farbige Kassettenelemente montiert.

Der architektonische Entwuf zu dem Niedrigenergiegebäude stammt von Klaus von Bock und überzeugt durch seine logische Gliederung, hohe Funktionalität der flexible nutzbaren Räumlichkeiten, der Lichtgestaltung und der kindgerechten Proportionalität.

Aufgrund seiner Lage umgeben von mehrgeschossigen Wohnhäusern aus den 60er Jahren ist das niedrige Gebäude von allen umliegenden Höhenlagen gut sichtbar. Daher wurde besonderes Augenmerk auf das Farbkonzept und die Gestaltung der Dachlandschaft gelegt. Fassade und Dach erinnern an eine bunte Blumenwiese, die zum Spielen einlädt und dank der Satteldachlandschaft fügt sich das großflächige Gebäude harmonisch in seine Umgebung ein.

Die 4 Gruppenräume für über Dreijährige sind nach Südosten ausgerichtet, eine zentrale Halle bildet den Eingang und ist mit einem Mehrzweckraum verbunden. Jedem Gruppenraum sind Schlaf – und Kleingruppenräume zugeordnet, die flexibel zugänglich sind. Richtung Südosten erstreckt sich eine Freifläche.

In einer zweiten Bauphase sind weitere 4 Gruppen- und Schlafräume für die unter Dreijährigen geplant, außerdem sollen ein Familientreff mit Bistro und Seminarräumen entstehen.

Dach: Planung und Ausführung
Bei der Materialauswahl für Dach und Fassade erwies sich aufgrund der gewünschten Farbvielfalt und –intensität ein System aus Stahlelementen als einzig mögliche Lösung.

Das Team von Arval begleitete das Projekt von Anfang an und unterstützte die Architekten fachkundig in Planung und Ausführung. Aufgrund der technischen Anforderungen an die Konstruktion (B-s2,d0) erwies sich eine Lösung auf Basis von Sandwichpaneelen als wirtschaftlichste Alternative. Somit konnte zudem eine schnelle Verlegung, eine hohe Wärmedämmung (U-Wert < 0,18 W/m2K) und Luftdichtigkeit gewährleistet werden.

Der eigentliche Plan, der die mosaikartige Aneinanderreihung verschiedenfarbiger Sandwichelemente vorsah, musste aus mehreren Gründen verworfen werden: Einerseits wäre die Herstellung der Elemente in vielen Farben jedoch kleinen Mengen zu aufwendig gewesen, andererseits hätten die Stossfugen der einzelnen Paneel-Stücke  zwischen First und Traufe kompliziertere Konstruktionen erfordert, die sich auf die Statik und Bauphysik ausgewirkt hätten.

Die alternative, kostengünstigere Lösung war die Verwendung von durchgehenden Sandwichpaneelen auf die bunte Farbkassetten montiert werden sollten. 

Das K’energy-System basierend auf einem Ondatherm 1001 Paneel von ArcelorMittal Arval mit einer Stärke von 120 mm wurden in nur 2 Grüntönen hergstellt (RAL 6011 und RAL 6005) und bilden eine ca. 1000m2 große Grundfläche für die “Blumenwiese”.

Bei den 635 farbigen Elementen, die auf das Sandwichdach montiert sind, handelt es sich um Stahlkassetten mit den Abmessungen 600x 1000mm, individuell lackiert und ebenfalls hergestellt von ArcelorMittal.

Zur Befestigung dieser Elemente auf dem Dach wurde auf ein System zurückgegriffen, das eigentlich für die Befestigung der Photovoltaik-Dachsysteme auf einem Sandwichdach entwickelt wurde. Teil des K’energy-Systems bildet die Ondafix-Befestigungsschiene aus 1.5 mm dicken und speziell verzinkten Stahlblech, die entlang der Längsverbindungen der Sandwichpaneele befestigt sind und auf die die Stahlkassetten geschraubt wurden. Auf diese Weise konnte eine zusätzliche Perforierung der Außenschale der Paneele verhindert und gleichzeitig eine stabile Befestigung der Kassettenelemente garantiert werden. Eine innovative Lösung, die Wasserdichtheit und Korrosionsschutz sicherstellt und gleichzeitig eine lebendige Dachlandschaft entstehen lässt.

Das Team von Arval half auch beim detaillierten Entwurf der Verbindungen zwischen den Paneelen und Dachfenstern, die für das Lichtkonzept ausschlaggebend sind. Alle Zubehörteile und Abschlüsse wurden von Arval by ArcelorMittal geliefert, um Einheit in Farbe und Beschichtung zu garantieren.

Bei der Planung und Realisierung der Dachentwässerung war Arval ebenfalls beteiligt: Bei der Produktion der Paneele wurde der Polyuretan-Kern und das Blech auf der Unterseite zurückgeschnitten und mit einem Profil in L-Form quer abgeschlossen. So wurde ein ausreichend großer Überstand der oberen Deckblechs erzielt, was den richtig Ablauf des Regenwassers in die innen liegende Rinne sicher stellen.

Fassade
Die straßenseitige Wandverkleidung besteht aus ca. 180 m2 Siding-Paneele der Reihe Pflaum Linear von ArcelorMittal Arval mit einer Höhe von 300 mm. In ihrer Länge und Farbe sind die Fassadenelemente auf die Dachkassetten abgestimmt. Optisch schließen sich so die bunten, in diesem Bereich relativ dicht installierten Dachelemente direkt an die Fassade an und bilden so einen sehr harmonischen und eleganten Übergang von der Fassade zum Dach.

Text: Constructalia & Arval by ArcelorMittal

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