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PROJEKTDATEN


  • Saint Etienne
  • Frankreich
  • Architekt:
    Manuelle Gautrand
  • 2008-2010
  • Ingenierbüro:
    Debray Ingénierie - Khephren - Arcora
  • Bauunternehmen:
    Altaréa-Cogedim
    Baudin-Châteauneuf
  • Fotograf:
    ©Philippe Ruault
    ©Vincent Fillon

TECHNISCHE DETAILS


  Produktkatalog: Träger, Form- und Stabstahl
  Verbunddeckenprofile
  Publikation: Arval Floor System Guide

Bürogebäude Cité des Affaires in Saint-Etienne



Ein Gebäude mit Form einer aztekischen Schlange und Volumen, die teilweise am Boden aufliegen und teilweise in der Luft schweben. Zwei große Portale, sowie ein dritter auskragender Portalvorbau zeigen die Einzigartigkeit dieses Bürogebäudes. ArcelorMittal lieferte Stahlträger und Verbunddeckenprofile.

Das Geschäftezentrum von Saint-Etienne befindet sich in der Anlage „Grüner“ im Viertel Châteaucreux. Es handelt sich um ein Bürogebäude, welches hauptsächlich verschiedene öffentliche Verwaltungseinrichtungen, aber auch Privatunternehmen beherbergt.

Das Gebäude verfügt über 8 Stockwerke plus Zwischengeschoss, mit einem Restaurant im Erdgeschoss und eine unterirdischen Parkgarage mit 402 Stellplätzen auf 4 Etagen. Das Gebäude sieht Arbeitsplätze für 1500 Personen vor.

Das diesem Projekt gewilligte Grundstück befindet sich in der Nähe des Bahnhofs von Saint-Etienne, in einem Stadtteil der einem gewissen Wandel und einer aktiven Verdichtung unterzogen wird.
Bezüglich dieser Entwicklung, war es die Idee gewesen eine kontinuierliche aber gewundene Volumetrie zu schaffen,  die teilweise auf dem Boden aufliegt, sich aber stellenweise mit großen Portalen und Auskragungen auch darüber erhebt.

Die Kontinuität dieses Volumen garantiert auch eine ausgezeichnete Flexibilität: Zu jeder Zeit können sich die Benutzer untereinander absprechen, ihre Fläche zu verkleinern, bzw. zu vergröβern.

Dieses Projekt „aztekische Schlange“ drückt diese Hoch-Tief-Bewegung aus, indem sie sich manchmal am Boden befindet, oder aber sich davon in großen, nach auβen geöffneten Toren löst.  Es gibt drei riesige, versetzt angeordnete Portale, die von allen Seiten aus Durchblicke aber auch Durchgangsmöglichkeiten bieten.

Eine Seite dieses Volumens ist gelb und die drei anderen verglast, also durchsichtig: die gelbe Seite wirkt wie eine Lichtmarkierung, die das Innere der Anlage beleuchtet und die allgemeine Lesbarkeit der Zusammenstellung betont.

Das Bauprinzip besteht aus Betonpfeilern und -balken für die Büroebenen mit auskragenden Vorbauten. Die Portale und die auskragenden Gebäudeteile bestehen aus Stahlrahmenkonstruktionen. Straßenseitig besteht die Fassade aus einer vorgehängten Fassade, nach innen hin ist die Betonfassade mit Fenstern versehen.

Technisches Rohbauprinzip – Aufbau

Allgemeine Beschreibung des Gebäudes
Das Gebäude des Geschäftezentrums in Saint-Etienne formt ein volumetrisches, fast rechteckiges Parallelepipeds (Quader) mit einer Länge von ca. 180 m, einer Breite von 44 m und einer Maximalhöhe von 35 m.

Dieses Parallelepiped beinhaltet Einschnitte und Aussparungen durch:
- Dachterrassen auf verschiedenen Höhen, je nach Gebäudeteil,
- Eine innere Straße schafft eine Öffnung und teilt das Gebäude in zwei Längsflügel, der eine entlang der Rue Bérard und der andere entlang der Rue de la Montat,
- Realisierung eines Vorplatzes an der Ecke der Rue de la Montat und Rue Grüner durch Aussparungen des Erdgeschosses im Flügel Montat
- zwei Portale durchbrechen den Komplex, der eine durch den Flügel Montat und der andere durch den Flügel Bérard durch Aussparung dieser beiden Flügel über eine Länge von 20 m im Erdgeschosses bis E+3 bezüglich des einen und E+4 bezüglich des anderen.

So entstanden eine Reihe von nebeneinanderstehenden Gebäudeteilen, die sich längs der inneren Straße entwickeln und je nach Fall folgende Struktur bilden: 

- Gebäudeteile, die auf Fundamenten ruhen, mit unterschiedlicher Vorprofilierung, von E+3 bis E+9,
- zwei „Brückengebäudeteile“, die sich über den Portalen auf 20 m Länge erstrecken,
- Ein auskragender Gebäudeteil oberhalb des Vorplatzes in der Verlängerung des Flügels Montat mit einer Auskragung  von ca. 19 m, die sich oberhalb der inneren Straße bis zum Flügel Bérard mit eine Auskragung von ca. 25 m dreht.

Prinzip der Superstruktur
Wenn auch die Absicht des Architekten war, eine visuelle Kontinuität wie ein sich entfaltendes Band zu gestalten, gibt es dennoch drei verschiedene strukturelle Prinzipien je nach betrachtetem Gebäudeteil:
- auf einem Unterbau ruhende Gebäudeteile,
- Brückengebäudeteile,
- auskragender Gebäudeteil.

Auf Fundamenten ruhender Gebäudeteile:
Diese Gebäudeteile bestehen aus Stahlbeto und beherbergen die vertikalen Verkehrswegen (Treppen, Aufzüge, rohrförmige Wege) und Fußböden aus soliden Stützen, Trägern und Decken. Die Stützen und Wände sind durch das Tragwerk des Unterbaus abgesichert.

Brückengebäudeteil:
Das Gerüst dieser beiden Teile, die sich wie Brücken über das Gebäude ziehen, setzt sich wie folgt zusammen:

- das untere Geschoss des Brückengebäudes garantiert die strukturelle Funktion der Überschreitung der Ladungen über dem Portal; es besteht aus vier Reihen (zwei Reihen in der Fassade und zwei innere Reihen) aus Stahlgewebebalken mit eingespannten Knotenpunkten deren niedrige Gurtung sich im unteren Fuβboden der unteren Etage befindet und die obere Gurtung befindet sich im oberen Fuβboden der unteren Etage. Die Diagonalen der Stahlgewebebalken befinden sich aufgrund dessen im Volumen der unteren Etage der Brücken, hinter den Fassaden  und entlang der inneren Verkehrswege. Die oberen und unteren Fußböden der unteren Etage bestehen aus Stahlbalken und Kästen aus einer gedrückten Stahlbetonplatte, die auf den vier Stahlgewebebalken ruht. 

- Die oberen Niveaus deren Stahlbetongerüst aus Pfeilern, vollen Balken und Steinplatten besteht, ruhen auf den Stahlgewebebalken der unteren Etage der Brücke.

Auskragende Gebäudeteile:
Das Gerüst der Auskragung besteht aus einem Stahlgerüst und Fuβböden aus gepressten Stahlbetonplattenkästen auf Stahlbalken.

Das Stahlskelett garantiert die Steifheit der Auskragung in beide Richtungen (Hauptauskragung in der Zentralachse des Flügels Montat und sekundäre Auskragung in der senkrechtstehenden Achse des Flügels Bérard), sowie die Lastübertragung in Richtung der Schalen und der Stahlbetonkerne der Gebäude, die auf den Enden der Infrastruktur des Flügel Montat und Bérard ruhen.

Die unter diesen Bedingungen zu übertragenden vertikalen Anziehungsbeanspruchungen des auskragenden Gerüsts zerlegen sich wie folgt:

- aus geneigten Kompressionen, die den Stützschalen übermittelt werden, welche am Rand der Auskragungen durch kleine in beide Richtungen auf vier Reihen (zwei Reihen in der Fassade und zwei innere Reihen) angebrachten Schrägstützen  angeordnet sind,
- aus horizontalen Zugkräften, die den Stahlbetonkernen durch in der Stärke der Fuβböden angeordnete Balken übertragen werden, die auch die horizontale Komponente der geneigten Kompressionen aufnehmen, welche den Stützschalen durch die kleinen Schrägstützen übermittelt werden.

Diese Kerne garantieren aufgrund dessen die allgemeine gesamte Stabilität unter Einwirkung der Anziehungskräfte des auskragenden Gerüsts im Verhältnis zu dessen Fundamente.

Dreieckige Stahlelemente werden ergänzend in den Fußböden eingearbeitet, um den querliegenden Monolith des auskragenden Gerüsts, sowie lokal als auch gesamt zu sichern (gegen das Knicken der Schrägstützen, Aufnahme der horizontalen Windkräfte, usw.)

Infrastruktur
Die obernbeschriebenen Superstrukturbauwerke ruhen auf zwei Infrastrukturebenen, vorgesehen für Parkhaus, Archive und Verschiedenes; das gesamte Bauwerk ist auf Stahlbetonpfählen, die in der schieferhaltigen Sandschieferunterschicht verankert sind, grundiert und zwar  oberhalb der Karstlagen des kohlehaltigen Schiefers.

Eine Hochleistungsfassade
Die Konzeption der Fassade wurde im Sinne eines architektonischen, programmatischen, geographischen und wirtschaftlichen Zusammenhangs  durchgeführt, und um erstklassige thermische Leistungen zu erreichen.
Das Prinzip der Fassaden beruht auf  der Komplementarität von Glas und Mineralien, wobei beide ihre Funktionen ausüben, sowie auf die Schwankung der Energie-, Wärme-, und spektrofotometrischen Leistungen der Umhüllung, in Bezug auf die verschiedenen geographischen und städtischen Orientierungen des Projektes.

Eine hohe Wärmekapazität, erreicht durch:

- große Flächen extremwärmeleistender Doppelverglasung mit 16 mm Argonblatt, die Licht und Wärmedämmung vereinbaren, und zwar durch gute spektrofotometrische Eigenschaften TL 60%, FS 31%, Ug = 1,1 W/m².°C.

- eine Optimierung  auf der hängenden Mauerfassade dank eines Wechsels von lichtdurchlässigen und lichtundurchlässigen Elementen womit ein Global-Ucw = 1,5 W/m².°C erreicht wird. 30 % der 10.000 m² großen Gesamtfläche der hängenden Mauerfassade sind lichtundurchlässige Elemente.

- Sandwichplatten, bestehend aus (von innen nach auβen) einer eloxierten Aluminiumplatte, einer Wärme- und Schalldämmung und einer thermolackierten Stahlplatte

- ein Prinzip der hängenden Mauerfassade, welches auf einer Struktur beruht aus vorgefertigten unabhängigen Rahmen aus feinen Aluminiumprofilen mit Wärmebrückenbruch, um somit zu ermöglichen  die Luftdurchlässigkeit des letzteren zu bewältigen.

- ein zusätzlicher Komfort dank der Benutzung einer Mineralwand, in der unabhängige Rahmen integriert sind, die den Fassaden der inneren Straße eine gewisse Trägheit zuführen.

- Auf der Mineralfassade, (tragende Fassade aus Beton von 20 bis 40 cm Stärke) mit innerer Dämmung, sind auf der Auβenfläche auf ungeordnete Art verglaste Rahmen angebracht. Die Verglasung ist der der hängenden Mauer identisch und bietet aufgrund dessen die gleichen Wärmeleistungen.

Licht
Diese bedeutende Lichtzufuhr, die es ermöglicht in guten Bedingungen zu arbeiten, ist auf der hängenden Fassade wie folgt gesichert:

- durch eine große Auswahl an passenden Verglasungen, um den verschiedenen Expositionsbeanspruchungen gerecht zu werden; somit wurden die nicht auf der Sonnenseite liegenden Fassaden mit einer helleren Verglasung versehen, deren Lichtzufuhr TL, 75 % beträgt.

- durch die Optimierung der Fußbodenenden auf der hängenden Wandfassade, die jegliche Höhen an Verglasung ermöglicht, und somit mehr und weiter in die Büros eindringendes Licht und aufgrund dessen Stromverbraucheinsparungen für künstliches Licht mit sich führt.

- durch die Optimierung der Lichtzufuhr dank der Anordnung des verglasten Rahmen auf der Auβenseite der Mineralwand, um somit die Lichtverteilung durch Reflektieren auf Panel und Unterlagen zu ermöglichen.

- durch eine bessere Lichtdiffusion auf den Ebenen, aufgrund verschieden  eingesetzter  verglaster Rahmen im Verhältnis zu den Fuβböden, zumal diese Rahmen gemäß eines vertikalen oder horizontalen Schema angeordnet sind.

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