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PROJEKTDATEN

  • Gif Sur Yvette cedex
  • Frankreich
  • Architekt :
    Vasconi Associes Architectes
  • Fertigstellung: September 2006
  • Bauherren :
    CEA Kommissariat für Atomenergie
    Direction des Sciences du Vivant
  • Ingenieurbüro :
    Strömungstechnik: SODEG
    Tragwerk: GREEN
    Wirtschaft: ATEC
    Pilot: COPIBAT
  • Bauunternehmen :
    HERVE S.A.
    LAUBEUF
    CHAPUT & STABI CIAM
    SERRURERIE RUIZ
    FRANCE SOLS
    AXIMA
    SGFI
    SCHINDLER
    SCREG
  • Fotograf :
    ©Ph.Ruault

TECHNISCHE DETAILS

Forschungszentrum Neurospin


Das Forschungszentrum Neurospin befindet sich südlich von Paris in Saclay. Bauträger ist die französische Atomenergiebehörde CEA. ArcelorMittal lieferte IPE Träger, Edelstahl Ugitop die Design - Fassadenelemente Coques MD und Arguin.

Das Projekt besteht in der Errichtung eines Zentrums für Neuro-Bildgebung unter Verwendung von Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographen. Das Zentrum versammelt hochrangige, international anerkannte Forschungsteams, die die Grenzen der bildgebenden Techniken erweitern sollen, sowie Forscher auf den Gebieten der Neurowissenschaften, der kognitiven Wissenschaften und Ärzte, die von den erzielten Fortschritten profitieren. Um die Funktionsweise des menschlichen und tierischen Gehirns besser verstehen zu können, finden im neuen Zentrum sowohl Methodologen als auch Neurobiologen eine gemeinsame Forschungs- und Arbeitsstätte.

Das Projekt bildet ein lineares Ganzes, bestehend aus zwei parallel angelegten Gebäuden und einem Hauptschiff, an das sich die diversen Einheiten anschließen, deren Funktionen auf Anhieb zu erkennen sind.  Dieses Hauptschiff, die „Galerie“, bildet die Wirbelsäule von NEUROSPIN und dient als ständiger Treffpunkt der verschiedenen Forscherteams. Das Ostgebäude erstreckt sich über drei Ebenen und umfasst die „öffentliche Zone“ sowie den "zugangsbeschränkten Bereich" mit den Labormodulen. Das eingeschossige Westgebäude umfasst die getrennten Einrichtungen der klinischen und präklinischen Forschung, die aber beide Zugang zum Bereich der medizintechnischen Großgeräte sowie zu allen Magnetresonanzgeräten haben. Das Gebäude ist Ausdruck der in ihm untergebrachten Funktionen, insbesondere die Ausrichtung der Magnettomographen, deren „Überdächer“ eine große Sinuskurve bilden, verleihen dem Objekt seine besondere Identität. Ein Hörsaal ermöglicht Vorträge internationer Referenten.

Die gemeinschaftlichen Bereiche, die Module, Büros und Labors der Forscher sind in Richtung Grünanlagen ausgerichtet, während sich der Medizintechnikbereich aufgrund der beträchtlichen Erschließungserfordernisse an die bereits bestehende CEA-Logistikzone im Osten anschließt.
Die Nutzfläche des Forschungszentrums beträgt netto 11.400 m² und brutto 24.000 m².

Das Westgebäude
Die Hauptkonstruktion des Westgebäudes besteht aus Stahl. Die Hauptträger (IPE 240) sind in Form einer Sinuskurve gebogen, die Nebenträger sind gerade und im Abstand von etwa einem Meter angeschlossen. Die Deckenträger wurden mit herkömmlicher Verschalung versehen. Die Abdeckung erfolgt mithilfe von rostfreien Stahlblechen von 500 mm Breite und einer Stärke von 5/10 mit vertikaler Befestigung vom Typ UGITOP 1.4301 (304), hergestellt von ArcelorMittal Stainless Europe. Die Isolierschicht unter den Platten besteht aus Polyesterwolle. Die Außenfassade des Gebäudes ist mit Coques MD - Schalen (von ArcelorMittal ARVAL) und Sonnenblenden aus Metall versehen.

Die Isolierung der Räume, in denen große Magnetresonanztomographen untergebracht sind, wurde mithilfe von Faraday’schen Käfigen aus dickem Stahlblech und Trägern aus extrem widerstandsfähigem Beton erreicht. Es bot sich an, hier rostfreien Stahl mit austenitischem Gefüge zu verwenden, da dieser nicht magnetisch ist.

Die Galerie
Die 135 m lange und 7,30 m breite Galerie bildet die zentrale Achse des Projekts und beinhaltet die Zugangszonen. Dieser sehr helle Raum ist der wichtigste Ort des Austauschs zwischen den Forschern. An die Galerie schließen sich die Klinikräume sowie die Tierhaltung an.

Das Metallgerüst besteht aus Vierendeel-Trägern im Abstand von 2,50 m, die die Verglasung und die Fassade tragen. Die Fensterflächen sind mit Siebdruck gestaltet und gewährleisten so einen Sonnenschutz.

Die Innenfassade der Galerie wurde mit perforierten Stahlkassetten vom Typ Coques MD  (3000 mm x 1000 mm) verschalt. Die mit abgeschrägten Rändern versehenen Kassetten wurden alle einzeln angefertigt, um die Länge der Perforationen anzugleichen und immer denselben Abstand zwischen der Perforation und dem Rand der Schale einzuhalten. Die Löcher sind mindestens 6,8 und höchstens 197 mm groß. Der horizontale Abstand zwischen ihnen beträgt 6,6 mm.

Das Ostgebäude
Das Ostgebäude umfasst drei Ebenen. Im Erdgeschoss befindet sich der für 140 Personen konzipierte Hörsaal, im ersten Stock ist die CEA-Bibliothek untergebracht und in der obersten Etage befinden sich einige Versammlungsräume. Die Ostfassade ist vollständig verglast und mit Metallsonnenblenden versehen.

Produkte von ArcelorMittal:
Coques MD, ArcelorMittal Construction
Arguin, ArcelorMittal Construction
UGITOP 1.4301(304) von ArcelorMittal Stainless Europe

Firmen :
- HERVE S.A.: Erdarbeiten - Rohbau - Metallgerüst
- LAUBEUF: Bedachungen - Abdichtung - Tischlerarbeiten außen und Abdeckungen - Verkleidung der Fassaden
- CHAPUT & STABI CIAM: Trennwände - Beläge - Tischlerarbeiten innen - Möblierung
- SERRURERIE RUIZ: Schlosserarbeiten - Metallarbeiten
- FRANCE SOLS: Bodenbeläge - falsche Decken - flasche Böden - Malerarbeiten
- AXIMA: CVCD - Installationstechnik - sanitäre Anlagen
- SGFI: elektrische Installationen
- SCHINDLER: Aufzüge
- SCREG: VRD - landschaftsbauliche Maßnahmen
- LEROY DURAND: Bedachungen

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