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PROJEKTDATEN

  • La Roche-sur-Yon
  • Frankreich
  • Architekt:
    ABP Architectes - B. Pourrier
  • 2009
  • Bauherr:
    Vendée Habitat
  • Ingenieurbüro:
    Settec
  • Bauunternehmen:
    MSB - Société Inter-pliage
  • Fotos:
    S. Chalmeau

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Hauptsitz von Vendée Habitat


Erbaut im Herzen von einer der grünsten Regionen Frankreichs zeichnet sich der Unternehmenssitz von Vendée Habitat durch eine Architektur aus, die Modernismus in ihren Formen und Klassizismus in ihren Farmen verbindet. Für Teile der Fassadeverkleidung wurde Aluzinc® beschichteter Stahl von ArcelorMittal eingesetzt.

Wie eine Festung steht der Unternehmenssitz von Vendée Habitat, ein regionaler Bauträger für Sozialwohnungen, aus seiner saftig grünen Umgebung heraus, die Fassade aus silbrigem Aluzinc® mit seiner außergewöhnlichen Lichtreflexion kombiniert mit dunklem Eternit glänzt in der Sonne.

Die Beziehung von Raum und Material ist sehr stark ausgeprägt und drückt sich durch die überraschende Kombination von Aluzinc® und Eternit  aus, überraschend sind aber auch die eckigen geometrischen Formen der Fassade, die an einen großen Wissenschaftskomplex erinnern.

Städtebauliche Planung

Unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten des Grundstücks und der Himmelsrichtungen wurde das Projekt folgendermaßen ausgelegt:

Das neue Gebäude ist in Ost-West Richtung angeordnet, damit die Büros nach Süden und Norden ausgerichtet sein können. Die Parkplätze befinden sich im Süden, zwischen dem Gebäude und der naheliegenden Eisenbahnlinie. Dies hat den Vorteil, dass der Parkplatz den Blick auf die Hauptfassade im Norden nicht beeinflusst. Das Erdgeschoss ist in das natürliche Gefälle des Grundstücks eingebaut und liegt auf einem zur Hälfte in der Erde verborgenen Untergeschoss auf. Daran schließt auf Gartenhöhe ein Betriebshof an.

Das Gebäude verfügt über zwei Zugänge:
- einen öffentlichen Fußgängereingang im oberen Teil des Grundstücks, der auch Besucherparkplätze bietet,
- einen zweiten, privaten Eingang am unteren Teil des Hanges, mit Personalparkplätzen und weiteren 20 Stellplätzen, den Betriebshof, der mit dem Archiv, den technischen Einrichtungen und dem Parkplatz verbunden ist.

Landschaftsplanung
Die Grundlinien des Projekts gehen über das Gebäude hinaus und werden auf der Ost-West-Achse wiederholt, um die Linien der Landschaftsplanung des Grundstücks, Parkplatzes und Betriebshofs zu definieren. Bestehende Bäume wurden ersetzt und hohe Baumgruppen bilden die Grenze des Grundstücks im Westen. 

Architektur

Das Gebäude umfasst 5 Geschosse, die entsprechend ihres funktionellen Programms angeordnet sind. Das Untergeschoss bietet zusätzliche Parkplätze, das Archiv befindet sich im Erdgeschoss und die 3 Obergeschosse beinhalten Büros.

Die Lobby im Erdgeschoss bildet ein zentrales Atrium mit 16,2m Höhe, um welches die Büros angeordnet sind.

Die Umkehrung des letzten Geschosses im Bezug auf die beiden darunterliegenden ist das Resultat von den zurückgesetzten Fassadenabschnitten in der  in der Nord- und Südfassade. Diese Einschnitte bilden einen Überhang, der Richtung Norden den Haupteingang vergrößert und auf beiden Seiten Terrassen entstehen lässt.
 
Die Fassade folgt den Bewegungen eines dreidimensionalen architektonischen Bands, hinter welchem die verglasten Arbeitsplätze angeordnet sind.

Materialien
Die dreidimensionale Fassadenfronten bestehen aus dunklen Eternitpaneelen befestigt am Mauerwerk mit einem Aluminiumrahmen. Die Paneele sind in identischen willkürlichen Abständen von Vielfachen von 60cm angebracht.

Die Treppenhauskerne im Osten und im Westen sind mit Aluzinc® beschichtetem Stahl verkleidet. Über dessen ästhetische Eigenschaften hinaus, überzeugt Aluzinc® mit seiner Dauerhaftigkeit und seinem Korrosionswiderstand. Aluzinc® wurde auch im Inneren eingesetzt um eine gewisse Kontinuität mit der Außenansicht herzustellen.

Funktionelle Gliederung
Jedes Geschoss ist um das zentrale Atrium angeordnet. In jedem Geschoss befinden sich um das Atrium herum öffentliche Versammlungsräume und Gemeinschaftsbereiche, sanitäre Einrichtungen und die vertikale Erschließung.
 
Um den Wunsch des Bauherren zu erfüllen, gelegentlich größere Veranstaltungen abhalten zu können, wurde die modulare Gestaltung des Erdgeschosses in Betracht gezogen. Mobile Wände werden eingesetzt, um einen Empfangsbereich zu schaffen, der bis zu 250 Menschen Platz bieten kann.

Text: ABP Architectes (adaptiert)

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