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PROJEKTDATEN

  • Montpellier
  • Frankreich
  • Architekt
    Frédéric Jauvion
  • 2006 - 2008
  • Bauherr:
    Privat
  • Ingenieurbüro: 
    Profile du Future (ArcelorMittal) 
  • Fotograf:
    Frédéric Jauvion

TECHNISCHE DETAILS


  Rendering 1
  Rendering 2
  Rendering 3
  Rendering 4
  Anordnung
  Aufrisse und Schnitte 1
  Aufrisse & Schnitte 2
  Dach
  Details
  Produktkatalog: StyltechTM
  Broschüre StyltechTM
  ArcelorMittal Construction StyltechTM

Haus P. bei Montpellier


Dieses spektakuläre Einfamilienhaus im Süden Frankreichs besteht aus aufeinandergestapelten und teilweise auskragenden rechteckigen Baukörpern. Ein modernes, architektonisches Design, das sich das unebene Grundstück zu Nutzen macht und als solches hauptsächlich dank seines Stahltragwerks umgesetzt werden konnte.

Flachdächer, große Glasflächen, weiße Fassaden, klare Linien und geometrische Formen  - auf den ersten Blick sieht das Gebäude in seiner Umgebung wie eine normale moderne Villa aus. Erst bei genauem Hinsehen wird man auf den riesigen Block aufmerksam, der aus dem Komplex auskragt und nur auf dünnen, aus dem Betonfundament winkelig herausragenden Stahlstützen ruht.

Für den Architekten Frédéric Jauvion war die Auskragung die beste und interessante Lösung für das unebene Grundstück, das einen Höhenabfall von mehr als 10 m zwischen höchster und tiefstgelegener Stelle auweist. Unter anderem aufgrund dieser geographischen Gegebenheiten wurde von der traditionellen Bauweise in Beton oder auch Holz abgesehen.

Der Schlüssel der Lösung ist unter der weißen Haut des 240m2 Gebäudes versteckt und auf den ersten Blick gar nicht sichtbar: Das Tragwerk des gesamten Hauses beruht auf einer Stahlkonstruktion – dem System StyltechTM von ArcelorMittal!

Ein Fall für StyltechTM
Das Stahlskellet ermöglichte eine extreme Gewichtreduktion: es ist 3 mal leichter als ein Betontragwerk mit derselben Oberfläche. Auch beim Aufbau hatte die Stahlkonstruktion Vorteile: Bei normaler Wetterlage hätte man nur 6 Wochen dafür gebraucht, aufgrund des Schnees, des starken Regens und des Frosts dauerte der Aufbau dieser Villa allerdings 4 Monate.

Die 19 Tonnen Stahlprofile wurden in nur einem LKW angeliefert. Der Zusammenbau erfolgte wie bei einem Bausatz: die Profile sind numeriert, die Schrauben werden in Säcken geliefert und wenn man sich genau an die Vorlage hält ist der Zusammenbau kein Problem.

Nicht ganz so einfach ist die Vorbereitung der Profile in der Werkstatt von ArcelorMittal Construction, wo StyltechTM hergestellt wird. Da das System keine Fehlertoleranz erlaubt, müssen die Profile ganz genau nach Plan bearbeitet werden und das ist nur möglich, wenn Ingenieure und Architekten in der Planung eng zusammenarbeiten.

Der Einsatz eines Konstruktionssystems aus Stahl ermöglicht viele Freiheiten im Bereich Kreativität und Design, vor allem, wenn der Boden besonders ungünstig für bauliche Eingriffe ist.

So hat der Architekt hier auf der höchsten Stelle eine Komposition von rechteckigen, horizontal angeordneten Baukörpern konzipiert, ohne dass der Baugrund eingeebnet werden musste. Das Leichtbausystem aus Stahl ermöglichte einen sauberen Aufbau, es entstand keinerlei Bauschutt, das Gelände und seine Vegetation blieben trotz der Eingriffe unbeschädigt.

Das Hauptelement des Gebäudes ist das Wohnzimmer, das sich auf eine Terrasse hin öffnet und dank der großen Fensterflächen einen Panoramablick auf die Landschaft ermöglicht, die der Villa zu Füssen liegt.

Im Inneren lässt nichts auf die Stahlkonstruktion des Hauses schließen, die Baukörper sind in edles Weiß gehüllt. Einzig und allein das Terrassengeländer besteht aus Stahlstreben.

Nachhaltig & energieeffizient

Die Auftraggeber wollten nicht nur ein modernes Haus mit architektonischen Ansprüchen und klaren Linien sondern auch ein energieeffizientes Gebäude, das den aktuellesten Anforderungen entspricht und so geringe Auswirkungen wie möglich auf die Umwelt hat.
Ausschlaggebend bei einem Wohnhaus ist die Kohlenstoffbilanz in der Nutzphase, und diese wurde hier so stark wie möglich reduziert.

Das Haus P wurde im Rahmen des französischen Energiezertifikats für Wohnhäuser, BBC Effinergie, untersucht und als Passivhaus eingestuft, d.h. es produziert mehr Energie als es verbraucht.

Um das Haus optimal zu isolieren wurde eine doppelte Dämmung verwendet, die insgesamt 20 cm dick ist. Zwischen den Stahlprofilen wurden 120mm starke Glasfaserpaneele montiert. Die Außenhaut des Gebäudes besteht aus Holzfaser Isolierpaneelen.

Das Flachdach ist mit integrierten Hocheffizenz- Photovoltaikzellen ausgestattet, welche die komplette Stromversorgung des Hauses sicherstellen.

Auch in seiner räumlichen Aufteilung und Anordnung erfüllt das Haus die wichtigsten bioklimatischen Anforderungen: Während alle Gemeinschafträume nach Süden ausgerichtet und offen konzipiert sind, orientieren sich die Schlafräume nach Norden und verfügen nur über kleine Fensteröffnungen. Im gleichen Sinn sind die Fenster des auskragenden Baukörpers, der das Schlaf- und Badezimmer der Eltern beherbergt, mit verstellbaren Sonnenschutzlamellen versehen.

Text: Constructalia by ArcelorMittal

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