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PROJEKTDATEN


  • Montpellier
  • Frankreich
  • Architekt:
    A+ architure
  • 2006 - 2008
  • Bauherr:
    Enjoy Montpellier
  • Fassaden und Dach:
    Soprema Entreprises
  • Fotograf:
    ArcelorMittal Construction France

TECHNISCHE DETAILS


  Muralys
  GlobalWall®
  GlobalRoof®

Montpellier Arena


Ein riesiges Parallelepiped, eingehüllt in helle Farben und konzipiert nach den modernsten Standards für Mehrzweckhallen: Architektonisch zeichnet sich die Montpellier Arena durch die formale Einfachheit und das spektakuläre Farbkonzept der Fassaden aus.  Sowohl Fassaden- als auch Dachlösungen wurden ArcelorMittal Construction in Frankreich geliefert und mitentwickelt.

Das neue Mehrzweckzentrum befindet sich am Messegelände von Montpellier und ist besonders flexible im Bezug auf seinen Nutzen: Als Theater bietet es Sitzplätze für 14 800 Menschen, bei Sportveranstaltungen finden 9 800 Zuseher  Platz und bei Ausstellungen oder Messen kann eine Fläche bis 13 500 m2 angeboten werden. Mit diesen Ausmaßen ist es die zweitgrößte Halle dieser Art in Frankreich, nach der Salle Omnisport in Paris-Bercy.

Das Gebäude und sein charakteristisches Designkonzept lassen de Betrachter nicht unbeeindruckt. Im Gegenteil, das Gebäude hinterlässt einen emotionalen Eindruck, der als aggressiv wahrgenommen werden kann. Ein Eindruck, der sowohl durch das verwendete Material als auch die Farben entsteht. Violett ist ein wiederkehrendes Element sowohl außen als auch innen, die Verwendung von Gold lässt allerdings Wärme enstehen und dämpft das aggressive Violett.   

Die Arena wurde auf der Basis einer rechteckigen Konstruktion erfasst, damit entspricht sie den Forderungen des Bauherrn ENJOY Montpellier, der ein einfaches und praktisches Gebäude in Auftrag gegeben hat, welches innerhalb kürzester Zeit zur Nutzung bereitstehen konnte. Das überraschende Element des Gebäudes ist die schräge Hauptfassade, die aus der verglasten Eingangshalle herausragt und ein Vordach bildet.

Eine der größten Herausforderung beim Bau war die kurze Bauzeit: weniger als 2 Jahre waren geplant bis zur Fertigstellung der Montpellier Arena. Nur 21 Monate nach der Grundsteinlegung Anfang 2009 musste das Gebäude für seine erste Show im September 2012 fertig sein.

Der knappe Zeitplan erforderte effizente und ökonomische Baumethoden und vor allem eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.  Fassade und Dach konnten nach Plan fertiggestellt werden, dank der hervorragenden Zusammenarbeit von ArcelorMittal Arval Team und dem Bauunternehmen.  

Die Gebäudefront – ein gigantischer Amethyst
Die schräge, violette Hauptfassade besteht aus 2 855 ST Stahlkassetten, hergestellt und geliefert von ArcelorMittal und beschichtet mit der neu entwickelten MURALYS -Technologie: insgesamt wurden 200 Makro-Fotos von 2 je 50 kg schweren Amethystgeoden auf die Stahlkassetten gedruckt, ohne jeglichen Verlust in der Auflösung.  

Diese Bilder hüllen das 4200 m2 große Vordach ein und verleihen dem Gebäude die charakteristische violette Farbe.

Das Konzept und die Anordnung der Stahlkassetten berücksichtigt alle möglichen Einschränkungen die durch den Herstellungsprozess, die Anbringung und die Architektur entstehen können.

Das Gesamtbild wurde in 22 Arbeitsdateien geteilt, diese wurden wiederum in 444 Druckdateien verwandelt um den Layoutplan zu entwickeln. Dann wurden die  2 588 Stahlelemente genau nach diesem Plan numeriert und an der Fassade angebracht.

Die beiden Seitenfassaden basieren auf der GlobalWall CIN 327 von Arval, die speziell für dieses Projekt modifiziert und an die besonderen Bedürfnisse der Arena angepasst wurde. Die innerste Schicht der Fassade besteht aus perforierten Supportwall 400.90 P Kassetten, einer  Schallisolierung, einem Stahlrahmen mit Z-Profilen die im 45º Winkel angeordnet sind, dann 2 Lagen Wärmedämmung und Nergal -Wellprofile mit einem 20mm Hohlraum. Die Außenverkleidung der Seitenfassaden besteht ebenfalls aus ST Kassetten, ein besonderer Effekt wird allerdings erziehlt durch die verschiedenen Größen und Farben: 3 verschienene Kassettenlängen, 7 Farben und 2 Stärken verwandeln die Südwest- und die Nordostfassaden in spektakuläre Höhepunkte, da die unebene Oberfläche zusammengesetzt aus den insgesamt 126 verschiedenen Stahlkassetten Schattierungen und Lichteffekte enstehen lassen.

Inspiriert für die Seitenfassaden wurden die Architekten von A+ architecture von einem Fisch, der in der Umgebung von Montpellier vorkommt: einer Brassenart, an deren Schuppen  die unregelmässigen, pastellfarbenen Kassetten erinnnern sollen.

Photovoltaik-Dachanlage
Auf der 19.000 m2 Dachfläche wurde eine komplexe Solarstromanlage angebracht. Die Solarzellen sind auf einem GlobalRoof System von ArcelorMittal montiert, das - wie die GlobalWall Fassadenlösung - für die Montpellier Arena maßgeschneidert wurde. Die innerste Schicht besteht aus perforierten Hacierba Kassetten, mit Schall -und Wärmedämmung dann wurden Hacierco Tragbleche angebracht, gefolget von 2 Schichten rigidem Wärmeschutz. Abgedichtet ist es mit einer speziellen wasserfesten Bitumen Lösung auf die die 3 128 Photvoltaikzellen auf 280 Glaspaneelen montiert sind, die bis zu 519 kWh produzieren.

Sicht- und Sonnenschutz
Auf einer der Seitefassaden ragt zwischen dem verglasten Rezeptionsbereich und den Umkleideräumen ein abgerundeter Baukörper heraus.  ArcelorMittal Construction France hat eine ganz spezielle Lösung entwickelt, um den Anforderungen dieses Gebäudeteil zu entsprechen: Sonnen- und gleichzeitig Sichtschutz von außen nach Innen, ohne jedoch die Aussicht von innen nach außen zu stark zu beeinträchtigen.

Dafür wurden große, vertikal montierte Blenden aus perforierten Trapezblechen (Trapeza 8-125-25 B, 1mm) angebracht. Entsprechend dem Farbkonzept des Gebäudes und zum Schutz des Stahls wurden diese Trapezbleche in Gold (6995, 60µ) beidseitig vorlackiert.

Bei der Perforation handelt es sich um den Typ R8 T12, der für die hier gestellten Anforderung die beste Lösung darstellte. Eine Lochung mit 8mm Durchmesser, mit dem nächsten Loch gerade mal 12 mm vom Mittelpunkt des ersten entfernt. Somit bleiben 40% der Fläche ausgespart. 

Text: Constructalia & ArcelorMittal Construction France

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