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PROJEKTDATEN

  • Sayo-cho - Hyogo prefecture
  • Japan
  • Architekt :
    Endo Shuhei
    Project Staff: Kengo Sasamoto and Aya Umemoto
  • 2006 - 2008
  • Bauherren :
    Hyogo Prefecture
  • Ingenieurbüro :
    Wood + RC + SRC + S
  • Fotograf :
    Yoshiharu Matsumura
  • WWW

TECHNISCHE DETAILS


  Lageplan
  Plan
  Schnitt
  Aufriss I
  Aufriss II
  Wetterfester Baustahl Indaten®

Bubbletecture H


Das von Endo Shuhei entworfene „Bubbletecture H“ ist ein Aus- und Weiterbildungszentrum im Bezirk Hyogo, Japan. Materialien: wetterfester Stahl (Dachhaut) und Holz von Japanischen Zypressen (Tragkonstruktion und Innenverkleidung)

Von einem Wald umgeben, in einem Tal zwischen Osaka und Hiroshima, fügt sich das Gebäude dank der Struktur und Farben der Stahloberfläche und der teilweisen Bemoosung des Dachs harmonisch in die Landschaft ein.

Das von Shuhei als „wetterbeständiger Stahl” bezeichnete Material wird von ArcelorMittal hergestellt, unter dem Namen Indaten® vermarktet und ist auch unter den Namen Corten oder Paten bekannt.

Der Schöpfer über sein Werk:

„Der Kunde hatte die Forderung gestellt, dass bei allen Besuchern des Gebäudes, einschließlich den Einwohnern von Hyogo, das Interesse für Umweltbelange verstärkt werde und dass sie mehrere Zugangsmöglichkeiten erleben sollten, so wie das Umweltstudienzentrum sie bietet.

Wir überlegten, wie wir im Rahmen des Auftrags mit architektonischen Mitteln einen der Umwelt gewidmeten Raum, einen Treffpunkt mit der Natur und der Umwelt, schaffen könnten - nach dem Schlagwort „im Kreislauf” der Natur.

Der Standort befindet sich auf einem steilen Abhang im Norden des Waldes. Nach der Gliederung der vom Auftraggeber gestellten Anforderungen in drei Bereiche, wurden die Flächen und Volumen diesen Funktionen entsprechend zugeteilt: Das Gebäude besteht aus 3 Volumen, die im Zentrum miteinander verbunden sind. Zwei Gebäudeteile wurden auf einem überhöhten flachen Gelände (wo vormals eine Straße verlief) angeordnet. Aufgrund des abfallenden Geländes musste das 3. Volumen  - um es auf gleicher Ebene dem restlichen Gebäude konstruieren zu können - leicht erhöht werden. 
Diese Lösung wurde gewählt, um das wenige flache Gelände so effizient wie möglich zu nutzen. Durch die Vermeidung von Erdaushüben sollte das Naturgelände  soweit wie möglich unangetastet bleiben und die Umweltbelastung der Naturlandschaft minimiert werden. Die Gebäudeform reflektiert die Unterteilung in 3 Funktionsblöcke.

Witterungsbeständiger Stahl
Das für das Tragwerk verwendete, zur Spitze verjüngende, Rundholz aus japanischer Zypresse wurde mit den Zielrichtungen leichte Konstruktion, gesteigerte Arbeitseffizienz und geringe CO2-Emission gewählt. Für die Dachhaut und die Wandabdeckung wurde ein 1,2 mm dickes Stahlblech verwendet. Dieses hat die Eigenschaft, dass es nach einer anfänglichen Patinierung nicht weiter oxidiert.

Darüber hinaus haben wir versucht, einein Teil des Dachs und der Wand einzugrünen, indem wir es mit Moos bepflanzt haben, das aus atmosphärischer Feuchtigkeit wächst bzw. mit einem Rasen, der auf Böden mit hohem Wasserrückhaltevermögen gedeiht.

Der Werkstoff wurde nicht nur gewählt, weil er keine Instandhaltung braucht,  sondern auch seiner Effekte und optischen Eigenschaften wegen, mit der eine Verschmelzung mit der Landschaft eingehen kann und eine Architektur ermöglicht, die mit der sich ständig verändernden und wachsenden Naturumgebung zusammenwirkt.

Vom Boden bis zum Dach
Für den Unterbau wurden 16 Tiefgründungen von 1,5 m Durchmesser hergestellt, um die Auswirkungen des Gebäudes auf das umgebende Naturgelände so gering wie möglich zu halten. Der den Erdboden berührende Gebäudeteil besteht aus unterirdischen Verbundsäulen aus Stahlbeton und der aus dem Boden ragende Teil ist eine Stahlbetonstruktur. Der "schwebende" Teil wird von einer Stahlbetonstruktur getragen, die auch als Löschwassertank dient.

Im Tragwerk überdeckt je ein dreidimensionales Raumfachwerk, aus zur Spitze verjüngendem Rundholz  japanischer Zypresse hergestellt, einen Gebäudekörper. Auf dem nächstgelegenen Flachgelände (einem Hof) wurden Teile des Fachwerks am Boden zusammengefügt und mit menschlicher Kraft hochgehievt. Die Räume innerhalb des Fachwerkgewölbes, wie zum Beispiel die Vorzimmer, wurden aus Stahlbeton und Stahlstrukturen errichtet.“

Endo Shuhei Architect Institute

Ergänzende Informationen

Hauptverwendung: Aus-, Weiterbildungszentrum und Ausstellungen zu Umweltfragen
Geländefläche: 5000
Gebäudefläche: 968
Gesamte Flurfläche: 995
Projektierungszeitraum: 05/2005 - 03/2006
Baudurchführung 
Gesamtbauzeit: Nov.2006-Feb.2008
Bau der Pfähle: 12/2006 - 02/2007
Konstruktion und Fundament: 03/2007 - 06/2007
Trag- und Fachwerk: 08/2007 - 09/2007
Bedachung: 09/2007 - 12/2007

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