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PROJEKTDATEN

  • Luxemburg-Stadt
  • Luxemburg
  • 2013
  • Architekt:
    hsa – heisbourg strotz architectes
  • Bauherr:
    Fondation FNEL, Luxembourg
  • Ingenieurbüro:
    icone
  • Bauunternehmen:
    Prefalux
  • Fotografen:
    Eric Chenal, Gilles Martin

TECHNISCHE DETAILS


  Plan Erdgeschoss
  Plan 1. Stock
  Schnitt
  Produktkatalog: Indaten® wetterfester Stahl

Neues Pfadfinderheim in Luxemburg


Das neue Heim des Nationalen Verbands der Pfadfinder in Luxemburg, ein Niedrig-Energiegebäude, ist ein elegantes Beispiel für die Kombination von zwei nachhaltigen Baumaterialien: das Tragwerk aus Massivholz und wetterfester Stahl Indaten® von ArcelorMittal nehmen Bezug auf die Verbindung der Pfadfinder mit der Natur und der luxemburgischen Stahlindustrie.

Der Bau dieses neuen Hauptquartiers wurde 2008 in Auftrag gegeben und beinhaltet ein komplexes und vielfältiges Programm. Neben Verwaltungsbüros, Versammlungsräumen, einer Bibliothek und einem Shop beherbergt das neue Gebäude auch eine Großküche, Lagerräume und ein kleines Apartment.

Das für den Standort ausgewählte Grundstück stellte zu Beginn des Projekts einige Herausforderungen an die Designteam, da der historische Ort die Ruinen des Fort Dumoulin, einer Burg aus dem 19. Jahrhundert, birgt. Um die archäologischen Bestände zu dokumentieren, wurden 2008 und 2009 Ausgrabungen durchgeführt, die den Beginn der Bauarbeiten verzögerten.

In Beratung mit dem Luxemburgischen Denkmalamt und dem Museum für Geschichte und Kunst wurde die Entscheidung getroffen, das neue Gebäude mit einer Flachgründung und einem leichten Tragwerk zu errichten, um die im Boden verborgenen Ruinen nicht zu beschädigen. Die Fundamentplatte aus bewehrtem Beton wird von Betonpfeilern getragen, die direkt auf den unterirdischen Felsen aufliegen.

Die Formgestaltung des Gebäudes wurde nicht nur von den im Boden ruhenden Ruinen beeinflusst, sondern auch von der bestehenden Vegetation, die erhalten werden musste. Die Idee einer eleganten Konstruktion, die keine baulichen Details erkennbar lassen sollte, stellte eine Herausforderung für die Architekten dar und trägt zur Einfachheit und Klarheit der Architektur bei.

Die Architekten von Heisbourg Strotz Architectes, einem Architekturbüro aus Luxemburg, wählten einfache Formen und schufen ein auf 3 Baukörpern basierendes Gebäude. Die abgeschrägten Dächer definieren die trapezförmigen Fassaden - ein Designtrick, der für eine gewisse visuelle Dynamik sorgt. Die Fenster des Hauptgebäudes, auch in einfachen Formen gehalten, sind von aus die Fassade herausragenden Volumen eingerahmt und beleben diese auf subtile Art.

Eine nachhaltige Kombination: wetterfester Stahl und Holz

Die Hauptbaumaterialien wurden aufgrund ihrer ökologischen Eigenschaften ausgewählt, um zu der Nachhaltigkeit des Gebäudes beizutragen. Dieser Aspekt war eine wichtige Voraussetzung, da die Pfadfinder stark mit der Natur und der Umwelt verbunden sind.

Die Außenfassade besteht aus wetterfesten Stahlplatten der Marke Indaten®, hergestellt und geliefert von ArcelorMittal. Um die Kontinuität in der Fassade sicherzustellen, wurden auch die Garagentore und Ventilationsgitter aus Indaten® Stahlplatten gefertigt. Dank der rotbrauner Farbe des wetterfesten Stahls fügt sich das Pfadfinderheim perfekt in seine bewaldete Umgebung ein.

Der nachhaltige Aspekt von Stahl, abgesehen davon, dass dieser aus recyceltem Altmetall hergestellt wird, ist die Tatsache, dass wetterfester Stahl keinerlei Instandhaltung oder Behandlung bedarf und eine lange Lebensdauer garantiert. Am Ende seiner Nutzphase kann er wieder recycelt werden.

Die Verwendung von Stahl in dem neuen Heim nimmt auch auf die historische Beziehung der luxemburgischen Pfadfinder und der Stahlindustrie des Landes Bezug. Die erste junge Pfadfindergruppe "Boy-Scouts Korps de Dudelange" wurde von Aloyse Meyer gegründet, ehemaliger Generaldirektor von ARBED (jetzt ArcelorMittal). Im Laufe der Jahre fungierten weitere Geschäftsführer von ARBED als Präsidenten der Pfadfinder, was das soziale Engagement der Stahlindustrie mit der Geschichte der Scouts verbindet.

Über die üblichen Gedanken zu Isolierung und technischen Serviceeinrichtungen hinaus haben die Architekten darauf geachtet, das jede Gebäudekomponente aus dem passenden Material hergestellt wurde.

Deshalb besteht das Tragwerk aus Massivholz, ein erneuerbarer und nachhaltiger natürlicher Rohstoff. Die Sekundärkonstruktion, auch aus Holz, beinhaltet die Wärmeisolierung, die auf Zellstoff basiert. Im Inneren des Gebäudes dominiert ebenfalls Holz, alle Details wurden nach den Kriterien der Einfachheit und Diskretion entworfen. Die begrünten Dächer tragen zur Ökobilanz des Pfadfinderheims bei.

Das Projekt gewann den Luxemburger Stahlbaupreis 2013 in der Kategorie "Nachhaltiges Bauen", der von Infosteel mitorganisiert wird.

Information, Fotos und Details: mit freundlicher Genehmigung von Infosteel

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