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PROJEKTDATEN

  • Luxemburg Stadt
  • Luxemburg
  • Architekt :
    Diane Heirend und Philippe Schmit
  • 2001 - 2010
  • Bauherren :
    Fonds pour le développement du logement et de l´habitat
  • Ingenieurbüro :
    Hoch-Tiefbau: B.E.S.T. ing. conseils
    Beraters: ArcelorMittal, CTICM, Technik: J.S.M
  • Fotograf :
    Gilles Martin, ArcelorMittal
    Bohumil Kostohryz, Diane Heirend Architects

TECHNISCHE DETAILS


  Verteilungsplan
  Plan: Erdgeschoss
  Plan: 1. Geschoss
  Plan: 2. Geschoss
  Pläne: 3. und 4. Gschoss
  Plan 5. Geschoss & Längsschnitt
  Fassade
  Produktkatalog: Träger, Form- und Stabstahl
  Produktkatalog: Ressac
  Technischer Artikel: Lösungen aus Stahl und Brandschutz im Gebäude Rue de Hollerich

Wohn- und Geschäftsgebäude Rue de Hollerich in Luxemburg


Das neue Gebäude mit gemischter Nutzung in der Rue de Hollerich in Luxemburg Stadt ist das Pilotprojekt in Stahlbauweise vom Fond de Logement entwickelt in Partnerschaft mit ArcelorMittal nach einem Entwurf von Diane Heirend & Philippe Schmit Architects. Das urbane Gebäude ist ein weiterer Beweis für die Anwendung von Stahl als hochwertiges Material und nachhaltigkeite, sichere, zeit- und kostensparende Lösung für Sozialwohnungen.

Die Herausforderung bei diesem Projekt in der Nummer 17 Rue de Hollerich war es es, qualitativ hochwertige Sozialwohnungen in einem ziemlich ungünstigen städtischen Umfeld zu bauen. Das dafür vorgesehene Bauland liegt in einer industriellen Umgebung, an einer Hauptverkehrsachse Richtung Stadtzentrum. Das Gebäude verfügt über 6 Stockwerke und stellt einen Teil des urbanen Entwicklungsplans von Luxemburg Stadt dar, dessen Ziel es ist, diese Außenzone in den städtischen Kontext zu integrieren. Die 71 m lange Nordfassade an der Straßenseite ist starkem Straßenlärm und Luftverschmutzung ausgesetzt, während die Rückseite des Gebäudes sehr hell ist und von der Größe des Grundstücks profitiert.

Der Teil des Grundstücks hinter dem Hauptgebäude bietet viel Platz, mit einer natürlichen Erhöhung von fast einem Geschoss. Diese wurde an ihrem höchsten Punkt horizontal gehalten und ermöglichte die Schaffung eines großzügigen Gartens, der vom Hauptgebäude durch einen Innenhof getrennt ist. Den Zugang ermöglichen 2 Fußgängerbrücken, die auf der Höhe des ersten Stockwerks über den Hof zur Gartenanlage führen. Unter der Grünfläche entstand ein eingeschossiges Nebengebäude, welches Richtung Innenhof als Raum für Büros dient und im hinteren Teil einen unterirdischen Parkplatz mit 2 Ebenen beinhaltet.

Ermöglicht wird hohe Lebensqualität in der Rue de Hollerich aufgrund dieser großen Grünfläche und der Tatsache, dass die Wohneinheiten auf der Straßenseite erst ab dem 3. Geschoss beginnen, mit großen Lärmschutzfenstern ausgestattet sind um optimale natürliche Lichtverhältnisse zu garantieren und außerdem über ein mechanisches Belüftungssystem verfügen.

Im Erdgeschoss auf der Straßenseite sind Geschäftsräume untergebracht, im ersten Geschoss befinden sich Büros und das zweite dient als Zugangsbereich zu den Richtung Garten orientierten Wohnungen. Die Rückseite des Gebäudes bietet Büroräume im Erdgeschoss mit Glasfassade, hier beginnen die Wohnungen ab dem 1. Stock mit direktem Blick auf die Gartenanlage.

Auf der Straßenseite besteht die Fassade aus Glas und roten, gefalteten Stahlblechen (Ressac von ArcelorMittal) und dient als Filter zwischen dem öffentlichem Raum der Straße und der Privatsphäre der darüberliegenden Wohnungen.

Die Wahl des Materials für die Fassade fiel auf Stahl aufgrund dessen "selbstreinigenden" Eigenschaften, seiner Resistenz gegen Umwelteinflüsse und die architektonische Ausdruckskraft, durch die sich das Gebäude von seiner Umgebung abhebt und Farbe in das etwas triste Industriegebiet bringt.

Die Rückseite ist verkleidet mit einer Fassade aus Zedernholz, welche dem Gebäude einen plastischen Ausdruck verleiht und die Verbindung von Wohnen und Natur zur Geltung bringt: Licht, Schatten und Sonne. Die Geometrie ist nicht länger an die strengen urbanen Vorschriften gebunden und steht im Dialog mit dem gegenüberliegenden Nebengebäude und Garten. Außerdem kompensieren die Linienführung und die großen Fenster die nicht vorhandenen Balkone.

Dank des Stahltragwerks hatten die Architekten einen großen Freiraum was die Dimensionen zwischen den Haupttragachsen betraf. So war es ihnen möglich, die rigorose Raumaufteilung einzuhalten und Ein- bis Dreizimmerwohnungen für bis zu 6 Personen zu schaffen.

Die Verwendung von Stahlstützen ermöglicht eine deutliche Reduktion deren Dimensionen im Vergleich zu Betonstützen und die Integration der Träger in die Geschossdecken stellt eine platzsparende Lösung dar, die besonders in den kleinen, dem Standard für Sozialwohnungen ensprechenden Schlafzimmern eine wichtige Rolle spielen. Große Fenster bis zur Decke verleihen den Räumen nicht nur eine gute natürliche Belichtung sondern lassen diese auch größer erscheinen.

Die Feuersicherheit wurde nach dem Prinzip des Natürlichen Feuer-Ansatzes berechnet. Auf diese Weise konnten in den strategisch wichtigen Bereichen des Gebäudes die Stahlstützen in all ihrer natürlichen Eleganz unverkleidet belassen werden.

Lesen Sie mehr über Konstruktionsdetails und an die verschiedenen Bereiche angepassten passiven Brandschutzmaßnahmen in unserem technischen Artikel!

Weitere Informationen
• 40 Wohneinheiten (8 Duplex) 3115 m²
• Geschäfte 355 m²
• Büros 1070 m²
• Staatsarchiv 945 m²
• 55 Parkplätze 2060 m²
• Platz für 40 Fahrräder 75 m²
• Reservierter Parkplatz 730 m²

Stahl in Tonnen (1270 Tonnen)
• Stahltragwerk  625 Tonnen
• Betonstabstahl 645 Tonnen

Stahlfassade: 690 m²

Baukosten (alles inkl.): 12.412 000 €

Diane Heirend Architects

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