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PROJEKTDATEN

  • Eindhoven
  • Niederlande
  • Ingenieurbüro:
    ipv Delft
  • 2013
  • Bauherr:
    Einhoven City Council
  • Stahlbauunternehmen:
    Victor Byuck Steel Construction
  • Fotograf:
    ©ipv Delft: Henk Snaterse & Helibeeld.nl

TECHNISCHE DETAILS


  Produktkatalog: Fein-, Grob- und Quartobleche

Hovenring


In den Niederlanden ermöglicht eine erhöhte Kreisbahn den Radfahrern, eine stark befahrene Kreuzung sicher zu überqueren: Der Hovenring, eine kreisförmige Schrägseilbrücke mit einem imposanten Mast als  Stütze im Zentrum, schwebt wie ein UFO über der Straßenkreuzung. ArcelorMittal lieferte den Stahl für diese innovative Konstruktion.

Der Hovenring, eine neue kreisförmige Radbrücke, kennzeichnet die Einfahrt zu den holländischen Städten Eindhoven und Veldhoven und stellt eine innovative Lösung für das Problem des erhöhten Verkehrsaufkommens auf der Kreuzung der Straßen Heerbaan und Meerenakkerweg dar.

Aufgrund des Baus einer Wohnanlage in unmittelbarer Nähe musste eine alternative Lösung für den bestehende Übergang geschaffen werden. Da die Stadverwaltung von Eindhoven gegen eine Unterführung und einen auf Straßenebene führender Kreisverkehr war, hat das niederländische Ingenieurbüro ipv Delft, Spezialisten im Brückenbau, eine kreisförmige Schrägseilbrücke vorgeschlagen, um Radfahrern und Fussgängern das sichere Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen.

Die räumliche Integration war eine der größten Herausforderungen bei diesem Projekt, da die bestehende Infrastruktur und die Gebäude der Umgebung die Steigung der Auffahrten zur neuen Hängebrücke beschränkten. Deshalb wurde das Niveau der Straßenkreuzung darunter um 1,5 m abgesenkt, was den Bau einer angenehmen Steigung zum schwebenden Kreisverkehr ermöglichte.

Der Entwurf bestand in einem schmalen, kreisrunden Brückendeck mit einem imposanten, zentralen Mast. Das Konzept bereitete einige technische Herausforderungen, sowohl in der Planung als auch beim Bau. Unter anderem war es die traditionelle Art, die Seile am Zentralmast zu befestigen, die bei diesem Projekt nicht durchführbar war, da es einen wenig ästhetischen Seilknäuel am oberen Teil des Mastes zur Folge gehabt hätte. Zur Lösung dieses Problems wurde eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die auch bei den M-förmigen Stützen der Brückenfelder Anwendung fand.

Das Tragwerk des Hovenrings
Die Brücke besteht aus einem 70m hohen Mast, 24 Stahlkabeln und einem runden Brückendeck und wurde mit rund 1.000 Tonnen Stahl errichtet. Die Stahlseile sind an der Innenseite der Brückenfahrbahn befestig, wo diese mit den kreisförmigen Betongegengewichten verbunden sind. Auf diese Weise konnte die Drehbeanspruchung innerhalb der Brücke mit 72 m Durchmesser vermieden werden.

Um die nötige Stabilität zu gewährleisten wurden Teile der Brückenfahrban mit Beton verstärkt, auch die M-förmigen Stützen nahe den Auffahrten spielen eine wichtige Rolle im Tragwerkskonzept.

Kurz nachdem der zentrale Mast aufgestellt wurde, begannen die Seile allerdings sichtbar zu schwingen. Vibrationen dieser Art, verursacht durch den Wind, sind fast unmöglich vorherzusehen. Nach einer umfangreichen Tragwerksstudie von Experten wurden zwei verschiedene Arten von Dämpfern (Hochfrequenz und Niederfrequenz) eingebaut, die das Schwingungsproblem lösten.

Beeindruckende Beleuchtung

Der Hovenring ist auch nachts spektakulär anzusehen. Der beleuchtete Mast und das funktionale LED Lichtersystem, das in das Brückengeländer integriert ist, verwandelt die Konstruktion in einen leuchtenden Ring. Die Kreuzung darunter wird durch Schweinwerfer erhellt, die an den Seilen zwischen Hängebrücke und Mast und auf der Innenseite der Brückenfahrbahn befestigt sind.

Stahl von ArcelorMittal
Die Gesamtheit des Stahls für diesen schwebenden Kreisverkehr wurde von ArcelorMittal geliefert. Die Grobbleche, hauptsächlich in S355, wurden in der Fabrik von ArcelorMittal in Gijón hergestellt.

Text: ipv Delft & Constructalia

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