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PROJEKTDATEN

  • Wageningen
  • Niederlande
  • Architekt & Ingenieurbüro:
    BDG Architecten Ingenieurs Zwolle
  • 2013
  • Bauherr:
    Aeres Groep, Ede
  • Stahlverarbeitung:
    Jack Muller B.V. (Steel Service Center)
    ZND Nedicom (Planung & Montage der Fassade)
  • Fotograf:
    Dirk Verwoerd für ArcelorMittal

TECHNISCHE DETAILS


  Render
  Detail perforierte Stahlelemente
  Produktkatalog: Granite® HDX

Stoas Vilentum Universität Wageningen


Ein grünes Gebäude für eine grüne Universität: Das neue Bauwerk der Stoas Vilentum Universität für angewandte Wissenschaft in Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Gartenbau, Agrar- und Viehwirtschaft im holländischen Wageningen beherbergt Forschungs- und Lehreinrichtungen. Ein Teil der Fassade des zylindrischen Baukörpers wurde mit  Granite® HDX beschichtetem Stahl verkleidet.

Das dreistöckige Gebäude, entworfen vom niederländischen Architekturbüro BDG Architecten Ingenieurs in Zwolle, wurde konzipiert um "ökologische Intelligenz" auszudrücken, das Motto der Universität, welches sich auf die Bereiche Lernen und Entwickeln, menschliches Verhalten, Beziehungen zwischen Mensch und Natur, Ökosystem und Nachhaltigkeit bezieht und als solches die Basis für die Ausbildung bei Stoas ist. Diese ökologische Intelligenz, beschrieben als der Kern einer holistischen, pluralistischen, nicht linearen, zusammenhängenden, unvorhersehbaren, flexiblen und offenen Ansatz, der zugleich rational und irrational ist, spiegelt sich im Universitätsgebäude wider.

Die zylindrische Form des Gebäudes wurde ganz bewusst gewählt, da sie für hierarchiefreie Strukturen steht. Professoren und Studenten werden als gleich angesehen, jedes Stockwerk hat die gleiche Form und die gleiche Aussicht. Desweiteren ermöglicht der Zylinder das vorteilhafteste Verhältnis der Stockwerkfläche im Bezug zur Fläche der Außenwände. Das Gebäude ist energieeffizient, die Verluste durch die Fassade konnten so gering wie möglich gehalten werden.

Die Fassaden sind rundherum verglast, zwischen den Stockwerken sind horizontale, unregelmässig perforierte Stahlbleche angebracht. Diese Stahlelemente mit verschiedenen Höhen definieren die Größe der Fenster und agieren als Sonnenschutz indem sie einige Fenster von oben oder von unten überlappen. So sind die Fenster in den verschiedenen Räumen unterschiedliche groß, was in der Fassade ein unregelmässiges Muster von horizontalen Linien entstehen lässt.

Das Material, aus dem die perforierten Elemente hergestellt sind, ist beidseitig mit dem Farbsystem Granite® HDX 55mµ beschichteter Stahl. Jack Muller B.V., ein Stahl-Service Center spezialisiert auf organisch beschichteten Stahl, schnitt den Bandstahl zu Blechen zu. Diese wurden dann wie gewünscht profiliert und unter der Aufsicht von ZND Nedicon installiert. ArcelorMittal Flat Carbon Europe hat insgesamt 60 Tonnen  Granite® HDX-beschichteten Stahl in der Farbe RAL 7039 geliefert. Die Beraterfunktion von Jack Muller gemeinsam mit ArcelorMittal ermöglichte es ZND Nedicon, die beste Lösung für die Anwendung zu finden.

Höhle & Nest: Innenbereich
Das Ausgangskonzept für die Gestaltung der Innenbereiche der Hochschule waren die Konzepte "Höhle" und "Nest". Während ein Nest ein rationaler und funktioneller Bereich ist, den die Vögel jeden Frühling neu bauen, ist die Höhle ein Ort, in dem sich die Bewohner abhängig von ihren Bedürfnissen an die Gegebenheiten anpassen. Das Universitätsgebäude besteht aus einer Kombination von funktionalen "Nestbereichen" wie Labors und Büros und dazwischenliegenden "Höhlenbereichen", deren Funktion von den Bedürfnissen der Benutzer abhängt und unvorhersehbar ist.

Die Raumaufteilung bietet hohe Flexibilität, die 3 Geschosse sind rund um eine gebäudehohe Eingangshalle angeordnet, ein System von gekreuzten Treppen ermöglicht Zugang zu allen Geschossen. Diese offene Konstruktion fördert die Interaktion zwischen Lehrpersonal und Studenten.

Das Gebäude und seine die technischen Einrichtungen stellen eine Einheit mit den Nutzern dar. Alle Installationen sind sichtbar und auf intelligente Weise integriert und machen die Universität zu einem energieeffizienten und nachhaltigen Gebäude. Im Einklang mit der Vorstellung der Hochschule von Ausbildung unterstreicht das Design die Tatsache, dass alles mit allem in Verbindung steht und nur in Bezug aufeinander verstanden werden kann.

Architektur & Landschaftsarchitektur
Architektur und Landschaft sind durch die Lage des Gebäudes auf einem grünen Hügel ineinander verflochten. Es liegt daher etwas höher als die anderen Einrichtungen auf dem Campus und ist von grünen Abhängen umgeben.

Für die perforierten Stahlelemente in der Fassade und auch die Böden wurde das Motiv der Mykorrhiza ausgewählt, eine Symbiose aus Pilz und Pflanzenwurzel, mit einem faserartigen Aufbau. Die Mykorrhiza symbolisiert die intelligenten Verbindungen innerhalb einer Synergie und steht für das Konzept "Das Ganze ist mehr als nur die Summe seiner Einzelteile".

Die Stoas Universität nimmt einen bedeutenden Platz am Campus von Wageningen ein, der sich zu einer ideale Lernumgebung entwickeln wird, in welcher Lernen, Arbeiten und Zusammenleben in den kommenden Jahren wachsen und gedeihen werden. 

Text: BDG Architecten Ingenieurs Zwolle & Constructalia

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