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PROJEKTDATEN


  • Cartagena
  • Spanien
  • Architekt:
    Aman, Canovas Maruri arquitectos
    Project Manager: Atxu Amann, Andrés Canovas und Nicolás Maruri
  • Sept. 2010 - Nov. 2011
  • Bauherr:
    Cartagena Puerto de Culturas
  • Ingenieurbüro:
    Jose Cerezo Ingeniería
  • Bauunternehmen: 
    Taller de Construcción TMR
  • Fotograf:
    David Frutos

LINKS


  Lageplan
  Aufriss
  Schnitt
  Querschnitt
  Plan Dachfachwerk
  Bauliche Details
  Details Dach
  Details Dach II
  Plan Steg
  Frequence
  Aluzinc® Aluminium-Zink Beschichtung

Dach für den archäologischen Park El Molinete


Eine neue Dachkonstruktion, funktional und ästhetisch, schützt die römischen Ruinen im El Molinete Archäologiepark in Cartagena, Südostspanien. Ihre Leichtigkeit und Transparenz schaffen einen interessanten Dialog mit den verschiedenen architektonischen Stilen dieser historischen Hafenstadt. 

Das Projekt besteht prinzipiell darin, die archäologischen Ruinen der römischen Siedlung in Cartagena mit einem Dach zu schützen und den El Molinete Park mit einem Steg auszustatten, der den Besuchern einen sicheren Rundgang und gute Sicht auf die Ruinen ermöglicht.
Der El Molinete Park umfasst die römischen Thermen, die palestra und domus, und erinnert an die reiche Geschichte der Stadt, die bis in die Antike zurückreicht, als die Hafenstadt Carthago Nova (von 209 vor bis 435 nach Christus) eine wichtige Rolle im Römischen Reich spielte. 

Das Dach ist ohne Zweifel ein neues Highlight im Stadtbild von Cartagena. Ziel in der Stadtgestaltung ist es, ihre unterschiedlichen architektonischen Stile so miteinander zu verbinden, dass eine spannende Atmosphäre geschaffen wird. 
 
Das Molinete-Projekt grenzt die Ruinen räumlich ab und ermöglicht so eine ganzheitliche Auffassung, die nur nach außen hin fragmentiert ist, um auf entsprechende Weise auf seine urbane Umgebung zu antworten – auf die Stadt einerseits und auf den darüberliegenden Molinete Hügel andererseits. 

Auf Fußgängersicht kann das Projekt nur teilweise erfasst werden, aber von weiter weg, zum Beispiel vom Hügel aus, erscheint es als Ganzes mit seinen Dimesionen und der speziellen, geometrischen Form.


Desweiteren schafft das Projekt eine neue urbane Fassade, die die Ruinen nach Osten hin abgrenzt und hinter einer metallischen Faltkonstruktion versteckt.

Das Hauptziel war es, die Römischen Ruinen mit dem angemessenen Respekt darzustellen. Daher sollte das Dach über eine große Spannweite verfügen, ohne dass viele Stützen die Gesamtheit der Ruinen durchbrechen und entfremden. Aufgrund der im Norden angrenzenden römischen Straße konnten dort keine Stützen errichtet werden, deshalb konzentrieren sie sich an den restlichen Grenzlinien des Grunstücks, nur 3 wurden im Inneren des Parks errichtet. Die Unterteilung der Säulen in Gruppen von geringeren Durchmessern lassen diese leichter erscheinen.

Das Dach trägt zu dieser Sensation der Leichtigkeit bei und ist so entworfen, dass es zwar wasserdicht, aber lichtdurchlässig ist. Für die Dichtheit sorgt Polykarbonat und für die Lichtdurchlässigkeit perforiertes Wellblech aus Stahl.

Auch die nächtliche Beleuchtung des Dachs trägt zur leichten Erscheinung der Konstruktion bei, so wie die restlichen Elemente des Projekts:

- Der Steg ist eine leichte Konstruktion, der an einer Seite an der Dachkonstruktion befestigt ist und auf der anderen Seite auf der Mauer aufliegt, die den Park abgrenzt. Entworfen wie eine Glasbox, ermöglicht der Steg den Besuchern einen Blick auf die Ruinen aus 3 Metern Höhe und ist auch für Personen mit körperlichen Behinderungen zugänglich. 

- Die Ticket Office ist in die  Umzäunung integriert: sie ragt aus Konstruktion aus gefalteten Metallteilen heraus und enthält alle wichtigen Installationen des Parks.

- Die Toiletten befinden sich in einem renovierten Kuppelbau aus dem 18. Jahrhundert, der durch die Intervention versteckt bleibt. 

- Die Toilettenanlagen sind in einem renovierten Kuppelbau aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, der versteckt im Hintergrund liegt.

Stahl von ArcelorMittal

ArcelorMittal hat das perforierte Stahlblech für Verkleidung dieser Dachkonstruktion aus Stahlrohren geliefert: 5.500 m2 Frequence 18.76 mit 0,6mm Stärke, beschichtet mit Aluzinc®, lackiert und perforiert (N12).

Die besondere Geometrie des Dachs mit den verschiedenen Dreiecksformen und Neigungen machten die Ausführung nicht immer einfach.

Dieses Projekt von großem kulturellen Interessen, ist ein klares Beispiel dafür, dass mit einem Produkt so einfach und alltäglich wie Wellblech aus Stahl spektakuläre Architektur geschaffen werden kann.

Text: AMANN, CANOVAS MARURI & Constructalia

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