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PROJEKTDATEN

  • Madrid
  • Spanien
  • Architekten:
    ARKITOOLS
  • 2009 - 2012
  • Bauherr
    INDEA Energía
  • Generalunternehmer:
    Sacyr Vallehermoso
  • Fotograf:
    ArcelorMittal & Arkitools


TECHNISCHE DETAILS


  Render
  Schnitt I
  Schnitt II
  Ergeschoss
  1. Geschoss
  2. Geschoss
  Details I
  Details II
  Produktkatalog: Lumiére
  Produktkatalog: Hacierba
  Produktkatalog: Hairplan 300

Energie-Forschungszentrum Madrid


Ins Leben gerufen wurde das Institut für Energieforschung (IMDEA ENERGIA) von der Landesregierung Madrid mit der Mission, neue und erneuerbare  Energiequellen und -technologien zu untersuchen und entwickeln.

Die Hauptanforderungen an den Gebäudekomplex, welcher diese Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beherbergen sollte, waren in erster Linie Nachhaltigkeit und Flexibilität, um eine lange Nutzungsphase garantieren zu können. 

Gelegen in einem Technologie-Park etwas außerhalb der spanischen Hauptstadt, wurde es als modulares Gebäude entworfen um etwaige zukünftige Erweiterungen und Unterteilungen leichter realisieren zu können ohne die Vorgänge im Inneren des Gebäudes unterbrechen zu müssen oder das Gesamtbild des Komplexes zu verändern. 

Der zentrale Kern (Modul 4) ist ein 3-stöckiges Gebäude mit einer Eingangshalle, die den Zugang zu allen anderen Gebäudeteilen ermöglicht. Desweiteren befinden sich dort die Büros und Gemeinschafts- und Pausenräume. Das Modul 4 ist sozusagen das Herzstück des Gebäudekomplexes.   

Rund um den Kern sind Module 1 und 2 angeordnet, beide verfügen über dieselbe Höhe (Erdgeschoss +2). Sie beherbergen die Hauptforschungsbereiche und Laboratorien. Wie Container haben sie keine vertikale Struktur, diese Tatsache erlaubt eine einfache und schnelle Umverteilung und/oder Unterteilung der Räume wenn notwendig. Am Dach dieser Gebäude befinden sich technische Installationen für Solaranlagen.

Modul 3 schließt an beiden Seiten an das Hauptgebäude and und besteht aus zwei Werkstätten für experimentelle technische Geräte und Maschinen.

Konzipiert nach bioklimatischen Prinzipien sind die Fassaden der verschiedenenen Funktionsbereiche in ihrer Ausrichtung tief im architektonischen Design verankert. Ziel war es, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, Energieverluste sollen vermieden werden, der Komfort in den Innenbereichen optimiert und an die Anforderungen der verschiedenen Bereiche angepasst werden.

ArcelorMittal Construction Spain war von Anfang an bei diesem Projekt involviert. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten wurden innovative und neue Fassadenlösungen aus dem ArcelorMittal Produktangebot ausgewählt und für das Projekt maß-geschneidert. Insgesamt wurden 900 m2 LUMIERE Profile (1 mm , in Silber metallic), 3500 m2 der neuen HAIRPLAN 300 Profile (1 mm Silber metallic), 2000 m2 Hacierba 5.200.50 B Kassetten (0,75 mm Silber metallic) und 300 m2 verschieden gebogener ST 300 Profile geliefert.

Nachhaltigkeit
Das IMDEA ENERGIA-Gebäude wurde als Green Building in Energieklasse A nach den Anforderungen von LEED Gold geplant.

- 50% des Grundstückes wurde begrünt,  40% der Gesamtfläche sind Gartenfläche.
-  Regenwasser wird auf den Dächern gesammelt und unter der Erde zur Bewässerung der Pflanzen gespeichert.
- Die Bereiche des Dachs die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, sind mit weißem Kies (Emugrava) mit einer hohen Solarreflexionskapazität bedeckt um einen Wärmeinsel-Effekt zu vermeiden.
- Die Gebäudehülle (Fassade, Dach und Sekundärkonstuktionen) verleiht dem gesamten Komplex einen passiven Schutz, der maßgeblich zur Klassifizierung A beiträgt.  
- Der Parkplatz bietet spezielle Stellplätze für Autos mit geringen Schadstoff-Emissionen und Fahrzeuge für gemeinsame Nutzung.
-  Die Auf- und Unterteilung zwischen Vortragssälen, Laboratorien und Büros besteht aus gläsernen Trennwänden, die eine hohe Flexibilität  und natürliche Belichtung ermöglichen.    
- Für die Fassaden und das Tragwerk wurden abhängig von ihrer Ausrichtung verschiedene Lösungen entwickelt: Richtung Süden und Osten ist die Fassade mit Beschattungsystemen verkleidet , Richtung Westen können die Sonnenschutzprofile automatisch angepasst werden. 
- Für den Bau des Komplexes wurden hauptsächlich wiederverwertbare Materialien verwendet (Stahl, Aluminium, Glas).
- Die verwendeten Materialien Beton, Naturstein und Keramik wurden in der Nähe hergestellt, um lange Transporte zu vermeiden.
- Das Gebäude ist mit einem automatischem Beleuchtungssystem ausgestattet, zusätzlich regulieren Detektoren die Intensität der Beleuchtung abängig vom natürlichen Licht.

Tragwerk
Das Haupttragwerk besteht aus Stahbeton, gegründet auf Pfeilern. 15 dieser Pfeiler sind Teil des geothermischen System des Gebäudes und somit mit Schläuchen ausgestattet.

Ein Stahltragwerk stützt die Terrassen im Forschungsbereich und die Treppen des Modul 2, auch die Werkstätten (Modul 3) sind komplett in Stahl konstruiert, hauptsächlich bestehend aus HEA Trägern  verschiedener Dimensionen. Die Deckenkonstruktionen bestehen aus Betonplatten, die von Verbundträgern gestützt werden. Die Stärke der Platten hängt von den Lasten und Tragweiten ab.

Das Dach ist eine Leichtkonstruktion aus Trägern und Pfetten, verkleidet mit isolierten Stahlpaneelen.

Text: ARKITOOLS & Constructalia

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