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PROJEKTDATEN

  • Barcelona
  • Spanien
  • Architekt :
    Enric Miralles und Benedetta Tagliabue, Miralles Tagliabue - EMBT,
    Projektleitern: Josep Ustrell, Elena Rocchi, Lluis Cantallops
  • 2002-2006
  • Bauherren :
    Gas Natural Turm
  • Ingenieurbüro :
    Julio Martinez Calzon, MC2 Estudio de Ingenieria Madrid
  • Bauunternehmen :
    PGI Grup, Dragados
  • Fotograf :
    José Hevia, Pierre Engel

TECHNISCHE DETAILS

Gas Natural Turm


Dieses Projekt wurde am Rande des Viertels 'Barrio de la Barceloneta' in Barcelona gebaut. Über lange Zeit hinweg war es das Lieblingsviertel der Fischer. Durch die olympischen Spiele von 1992 erfuhr es aufgrund des neuen Ausbaus der Küste einen bedeutenden Aufschwung.

Auf dem Gebiet, was seit mehr als 160 Jahren der spanischen Gasgesellschaft angehört, stand das erste Gaswerk Spaniens. Der Bauträger des Hauptteils dieses Projektes, welches den 20.-stöckigen Büroteil enthält, ist die Gesellschaft Torre Marenostrum S.L. Auf dem zweiten Teil dieses Bereichs befinden sich die Büros der Technikabteilung der Gesellschaft Gas Natural. Dieser Inselbereich wird von den Straßen Doctor Aiguader, Balboa, Avenida Cermeno sowie dem Paseo de Salvat Papasseit , der am Park de la Barceloneta entlangführt, eingegrenzt.

1998 beschließt die Gruppe Gas Natural, eine Ausschreibung für den Bau ihres Firmensitzes auf diesem Grundstück zu organisieren. Die wesentlichen Vorgaben dieser Ausschreibung waren der Bau eines modernen, funktionellen und an den Bedarf des Unternehmens und der anderen Inhaber angepassten Bürogebäudes; der Wunsch, einen representativen Komplex und ein Sinnbild der Stadt zu schaffen, sowie die Notwendigkeit der Errichtung von hochwertigen öffentlichen Bereichen, die diesen neuen Bau in das gesamte Stadtbild einfügen würden. Die Ausschreibung wurde von der Agentur EMBT der Architekten Enric Miralles und Benedetta Tagliabue gewonnen.

Das Gebäude fügt sich feinfühlig in das Stadtnetz ein. Die drei unterschiedlich skalierten Hauptgebäude sind zusammengefügt und bilden einen asymmetrischen Komplex. Zunächst ein 4-stöckiger abgestufter Bau, der sich der Struktur des Viertels anpasst. Dann ein großer Bau mit einem Horizontalüberhang, der eine Panoramaaussicht über das Viertel Barceloneta bietet. Dieser Teil, auch 'Flugzeugträger' genannt, beinhaltet fünf Etagen mit 80 Meter Länge und einer maximalen Breite von 15 Metern.

Schließlich bildet der neue Büroturm mit 20 Etagen und 22.000m² Bodenfläche von der Stadt aus gesehen den Blickfang des Projektes. Der Turm hat eine Gesamthöhe von 86 m, die sich aus einem Erdgeschoß mit einer Höhe von 6,8 m, zwanzig Etagen mit je 3,66 m und einer Geräteetage im Dachgeschoß mit 6 m zusammensetzt. Die letzten zwei Gebäude sind vom achten bis zwölften Stock miteinander verbunden, so dass ein zusammenhängender Bau entsteht. Jedes Gebäude behält jedoch im Erdgeschoß voneinander unabhängige Bereiche, d.h. eine Eingangshalle, einen Aufzugkern, Diensträume und technische Einrichtungen.

Auf dieser Ebene wurde ein Grünbereich für das Viertel eröffnet. Eine Fußgängerpassage verbindet diesen Bereich direkt mit dem Park de la Barceloneta mit dem Blickfang des im modernen Stil gehaltenen 'torre de las aguas'.

Die technische Gestaltung des Baus besteht aus aus den Werkstoffen Stahl und Beton. Ausgenommen von dem klassischen Betonkern der Aufzüge wurde der restliche Bau in Verbundmaterial ausgeführt. Die HEB-Pfosten stützen die Metallpfeiler IPE, die mit der Decke verbunden sind. Diese Mischung ermöglicht eine Vereinigung des Fußbodens mit dem Pfeiler, die dann in Ihrem jeweiligen Bereich (Stahl im Zug und Beton im Druck) zusammenarbeiten und somit ihre ursprüngliche Leistung verdreifachen können.

Diese Böden werden zudem in ganz Europa immer häufiger in Gebäuden verwendet, wo sie dem Bau eine große Flexibiltität, eine Materialeinsparung und eine vereinfachte Ausführung bieten. Die Leichtigkeit des Bodensystems hat die Anfertigung des Überhangs begünstigt, der eine echte technische Leistung ist.

Die Fassade ist, architektonisch gesehen, eines der wichtigsten Teile. Durch die modulare Hülle kann das Gebäude trotz der unterschiedlichen Volumen als ein Komplex angesehen werden. Zu diesem Zweck wurde die vertikale Struktur betont. Die Fassade besteht aus einer klassischen Sichtblende mit Glaseinsätzen, die nach einem Zufallsschema verteilt wurden. Die Verglasung wurde mit reflektierenden Eigenschaften gewählt, damit die Böden tagsüber nicht eingesehen werden können und die Umgebung verzerrt wiedergegeben wird. Wie die üblichen Bauelemente des Gebäudes ist auch die Fassade in 60 cm-Modulen gehalten (1,20m, 1,80m und 2,40m).


Text: Constructalia
Webseite EMBT: www.mirallestagliabue.com

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