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PROJEKTDATEN

  • Burgos
  • Spanien
  • 2006 - 2010
  • Architekt:
    Navarro Baldeweg Asociados
  • Bauherr:
    Junta de Castilla y León
  • Bauunternehmen:
    Ortiz Construcciones y Proyectos
  • Fotos:
    Museum of Human Evolution, Burgos

TECHNISCHE DETAILS


  Produktkatalog: Träger, Form- und Stabstahl
  Produktkatalog: Betonstahl

Museum der Menschlichen Entwicklung in Burgos


Der moderne architektonische Komplex soll die Sierra de Atapuerca, eine wichtige archäologische Fundstätte der Region, in der historischen Stadt Burgos nachbilden. ArcelorMittal hat den Stahl für die charakteristische, rote Konstruktion der Seitenfassaden des Museums und Betonstahl für das Tragwerk geliefert.

Der Komplex der "Menschlichen Entwicklung" in Burgos besteht aus drei unabhängigen Gebäuden, die als verglaste Baukörper konzipiert wurden und von engen Gassen getrennt sind. Das Museum stellt dabei das zentrale Element dar, flankiert von dem Nationalen Zentrum der Menschlichen Forschung und dem Kongreszentrum "Forum Evolution Burgos".
 
Das Museum zeigt Fundstücke der archäologischen Stätte in der Sierra der Atapuerca östlich von Burgos. In einigen der Höhlen dieser Hügellandschaft wurden Fossilien und Werkzeuge von Westeuropas ältesten bekannten Hominidae gefunden, die mehr als 1,2 Millionen Jahre alt sind. Aufgrund der Bedeutung der Ausgrabungen wurde Atapuerca im Jahr 2000 zum UNESCO Welterbe ernannt.

Architektonisches Konzept

Das Projekt des neuen Gebäudekomplexes, der der menschlichen Evolution gewidmet ist, wurde vom spanischen Architekten und Maler  Juan Navarro Baldeweg entworfen. Ensprechend des Konzepts interpretiert die Gebäudegruppe die Evolution als etwas, das in enger Verbindung mit dem Land, dem Boden, den geologischen Schichten und der Natur im allgemeinen steht. Die Natur, der Zusammenhang für alles Leben, beinhaltet Wissen und Informationen darüber, die buchstäblich ausgegraben werden müssen.

Das architektonische Projekt strebt an, die Sierra de Atapuerca in der Stadt Burgos zu reproduzieren. Deshalb befinden sich die Gebäude auf einer höher gelegenen Ebene, 5 m über dem Strassenniveau. Den Zugang ermöglicht eine Rampe, der Bereich der Steigung ist mit Pflanzen aus den Atapuerca Bergen begrünt und geht in Terrassen bis zum Fluss Arlanzon hinab. Ganz oben, beim Haupteingang zum Musem, wurde ein spektakulärer Aussichtspunkt geschaffen, von dem aus man das historische Zentrum von Burgos mit seiner Kathedrale überblickt. 

Beim Betreten des Museums fällt dem Besucher besonders die Kontinuität auf, da die verglasten Fassaden eine visuelle Verbindung mit der Umgebung und den angrenzenden Gebäuden ermöglichen. Der gesamte Komplex ist mit Tageslicht durchflutet und soll damit Transparenz und Offenheit gegenüber der Gesellschaft ausdrücken.

Vier abfallende, begrünte Module im seinem Innneren verstärken die Idee der Berge in der Stadt und die Einschnitte, die die Korridore bilden, sollen an den tiefen Graben erinnern, der im 19. Jahrhundert für den Bau der Eisenbahn geschaffen wurde und somit zur Entdecken der Höhlen führte, die jetzt dazu beitragen, die Vergangenheit des menschlichen Lebens zu rekonstruieren.

Das Museum, ausgerichtet nach Norden und Süden, ist ein 30 m hohes, 60 m breites und 90 m langes Prisma. Den Eingang bildet ein großer, offener Raum, der von natürlichem Licht, Ausgewogenheit und klaren Linien dominiert wird.

Die Gesamtnutzfläche von 15.000 m2 ist auf den 4 Ebenen verteilt, die die Bereiche  Dauerausstellung und temporären Ausstellungen, die Arbeitsräume, den Veranstaltungssaal und die sanitären Einrichtungen umfassen.

Die Fassaden bestehen aus doppelter Verglasung und das Dach ermöglicht den Einfall von natürlichem Licht von oben, was zur Helligkeit und Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt. Die charakteristische, rote Stahlkonstruktion stützt das Dach an der West- und Ostfassade. ArcelorMittal lieferte die Stahlprofile für diese Konstruktion, die nicht nur eine statische sondern auch eine symbolische Funktion innehat.

Alle drei Gebäude des "Evolutionskomplexes" verfügen über ein Stahl-Beton-Verbundtragwerk, für das ArcelorMittal auch den Betonstabstahl und die Betonstahlmatten lieferte.

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