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PROJEKTDATEN


  • Madrid
  • Spanien
  • Architekt:
    Rafael de la Hoz
  • 2007 - 2013
  • Bauherr: 
    Repsol YPF
  • Fotograf:
    Repsol

TECHNISCHE DETAILS


  Produktkatalog: Verbunddecken
  Prduktkatalog: Grobbleche

Repsol Campus Madrid


Die neue Zentrale des spanischen Energiekonzerns Repsol ist eine moderne Anlage im Zentrum Madrids. Entworfen wie ein Universitätscampus besteht es aus 4 Gebäuden, die um einen Garten angeordnet sind. Vertikale Stahlrahmen umfassen die Gebäude und prägen sein Bild. ArcelorMittal hat das Grobblech für die Stahlrahmen und Verbunddecken geliefert.

123.000 m2 Büro- und Gemeinschaftsfläche, offen, flexible und lichtdurchflutet: Die neue Zentrale von Repsol bietet 4.000 Angestellten eine angenehmere, ausgeglichenere Arbeitsatmosphäre, in der Zusammenarbeit und Ideenaustausch verstärkt Teil des Alltags sein sollen.

Inspiriert von der Teamwork Atmosphäre eines Universitätscampus hat der Madrider Architekt Rafael de la Hoz und sein Team einen Komplex entworfen, wo horizontale Linien über vertikale hinausgehen. Mit nur 5 Geschossen sind die Gebäude sehr niedrig.

De la Hoz nimmt das Konzept des zentralen Gartens auf, dessen soziale Bedeutung durch die Geschichte hindurch beobachtet werden kann. Der Patio des römischen Hauses und der vom Kreuzgang umgebene Klostergarten sind nur einige wenige Beispiele dafür.

Es war in den Vereinigten Staaten, wo nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal das Universitäts-Campus Konzept für Firmenzentralen angewandt wurde. Das Ziel war dasselbe: Platz für Zusammentreffen zu schaffen und Synergien zwischen den verschiedenen Abteilungen zu fördern. Niedrigere Gebäude haben den Vorteil, die Hierarchiestrukturen nicht so offensichtlich darzustellen wie Hochhäuser.

Aber aufgrund des begrenzten Raumes sind Hochhäuser meistens nun mal die einzige Lösung für Firmenniederlassungen in Stadtzentren. Die Tatsache, dass Repsol über ein so weitläufiges Grundstück im südlichen Stadtzentrum von Madrid verfügte, machte die Umsetzung eines Campus-Konzept um einiges einfacher. Der Garten lädt zum Spazierengehen ein, die Gebäude sind mit Stegen verbunden.

Ein weiteres wichtiges Kriterium war der "Design-for-all"-Ansatz, dank dem das Gebäude auch für Menschen mit körperlichen Behinderungen 100% zugänglich ist und somit zur kompletten Integration unter dem Moto gleiche Chancen für alle beiträgt.

Industrielles Markenbild
Das Markenzeichen des Repsol Campus ist seine Fassade: 105 riesige Stahlrahmen umfassen das Gebäude, jeder einzelne ist 24 m hoch und wiegt 50 Tonnen.

Als Teil des Tragwerks haben diese externen "Rippen" auch bauphysikalische Aufgaben: Dank ihnen war es möglich, die  Innenräume so offen und flexibel zu gestalten. Außerdem bilden die Stahlrahmen die Basis für die 45.000 m2 Glasfassade und sind direkt im Erdgeschoss verankert, wo sich as Auditorium, Gesundheitseinrichtungen und ein Konventionszentrum befinden.

Aber die Stahlrahmen haben nicht nur eine statische und Imagefunktion - sie sind auch die Lösung für ein sehr weitverbreitetes Problem im Bauwesen in Spanien, das auf dem Klima beruht: sie lassen das Licht, allerdings nicht die Hitze herein. Die großen "Stahlrippen" projezieren ihre Schatten auf die Glasfassade und schützen sie somit vor direkter Sonneneinstrahlung.

Der Stahl für die Rahmenkonstruktionen wurde als Grobblech von ArcelorMittal geliefert, so auch die Verbunddecken: insgesamt wurden 20.000 m2 Stahlblech aus der Cofraplus Familie eingesetzt.

Innenbereiche und Garten
Die Innenausstattung, von Estudio Rosselini entworfen, steht ebenfalls ganz im Dienste der Offenheit und Transparenz. Deshalb wurden die Großraumbüros nahe der verglasten Fassade angeordnet, es gibt keine hohen Möbel die den Lichteinfall verhindern und den Blick nach außen blockieren. Die Einzelbüros und Versammlungsräume befinden sich im Inneren jedes Geschosses. Zusätzlich zu dem Garten, der die grüne Oase des Komplezes bildet, gibt es viele begrünte Terassen.

Der Landschaftsarchitekt Till Latzman hat den Garten entworfen, der im Campus-Konzept ein wichtiges Element darstellt und ein Drittel der Gesamtgrundfläche ausmacht. Eine Auswahl an einheimischen Pflanzen wurde für die Begrünung eingesetzt, die an das trockene Klima in Madrid gewöhnt sind, darunter Pinien und Thymian. Beregnet wird wenig und wenn nur mit recyceltem Wasser. Ein künstlich angelegter Bach zieht sich durch den Garten und mündet schlussendlich neben der Cafeteria in einem kleinen Wasserfall.

Nachhaltigkeit
Der Repsol Campus wurde als Green Building konzipiert und soll jährlich 22 Tonnen CO2 einsparen: 100% des Stroms kommt aus erneuerbaren Energiequellen dank der 1.700 m2 Fotovoltaic-paneele. Es gibt Fahrradparkplätze und Ladestationen für 65 Elektroautos, das Regenwasser wird gesammelt und für die Bewässerung der 20.000 großen Gartenanlage verwendet. In der nächsten Zeit wird der Energieverbrauch untersucht und evaluiert, um das LEED Gold Zertifikat zu erhalten.

Der Firmencampus von Repsol will nicht in seiner städtischen Umgebung herauszuragen, sondern sich in diese integrieren. Das Gebiet rund um die Straße Méndez Álvaro befindet sich gerade im Wandel, neue Bürogebäude, aber auch Wohnbauten werden errichtet. Aus diesem Grund war es besonders wichtig, der Nachbarschaft nicht das Licht wegzunehmen, was durch die geringe Gebäudehöhe erreicht werden konnte.

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