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PROJEKTDATEN

  • Gumiel de Izan, Ribera del Duero
  • Spanien
  • Architekt:
    Foster + Partners London
  • 2006 - 2009
  • Bauherr:
    Bodegas Portia S.L:
  • Ingenieursbüro:
    Arup
  • Bauunternehmer:
    General: FCC
    Dach und Fassade: CISA Cubiertas Internacional
  • Fotograf:
    Nigel Young, Foster + Partners

TECHNISCHE DETAILS


  Lageplan
  Längsschnitt
  Schnitt
  Erdgeschoss
  Erster Stock
  Dach
  Produktkatalog: Wetterfeste Baustähle Indaten

Weingut Portia


Das erste Weingut von Foster + Partners ermöglichte eine komplett unvoreingenommenen Zugang an diesen Gebäudeart, die natürliche Topographie der Landschaft wird genützt um den komplizierten Prozess der Weinherstellung zu unterstützen, optimale Arbeitsbedingung zu schaffen und gleichzeitig den Energieverbrauch und die visuellen Auswirkungen  so gering wie möglich zu halten.

Das neue Weingut der Faustino Gruppe, eine 12,500 m2 Produktionsanlage gelegen in einer der wichtigsten Weingebiete Spaniens, produziert eine Million Flaschen Rotwein im Jahr. Das Design des Gebäudes erinnert an ein dreiblättriges Kleeblatt, das  die 3 Phasen in der Weinherstellung räumlich umsetzt: Gärung in Stahltanks, Reifung in Eichenfässern und schließlich Lagerung in Flaschen. Jeder der 3 Flügel beherbergt eine der Stationen im Produktionsprozess, gesteuert werden alle Abläufe von einem Kontrollzentrum im Herzen der Anlage.

Die Gebäudetrakte, in denen die Fass- und Flaschenkeller untergebracht sind, liegen teilweise unter der Erde, um optimale Umweltbedingungen für die Reifung und Lagerung des Weines zu schaffen. Der Trakt mit den Gärungstanks liegt jedoch überirdisch, um den Abzug der bei diesem Prozess entstehenden Gase zu ermöglichen.  

Eine befahrbare Rampe führt auf das Dach des Gebäudes, wo die geernteten Trauben direkt in die Trichter abgeladen werden: hier wird die Schwerkraft genutzt um die Trauben direkt ins Gebäude zu befördern, so wird die Effizienz maximiert und die Beschädigung der Früchte verhindert.

Während das Gebäude eine Betonkonstruktion ist, wird Stahl eindrucksvoll in Fassade  und Dach eingesetzt: Schuppen aus wetterfestem, selbstrostenden Stahl (Indaten® by ArcelorMittal) verkleiden alle aus dem Boden ragenden Teile des Gebäudes. Dank seiner schützenden Patina sind keine Instandhaltungsarbeiten notwendig, seine natürlichen Braun- und Rottönen imitieren die Farben der Landschaft.

Der Standort in der Region Ribera del Duero (Ufer des Duero-Flusses), ca. 150 km nördlich von Madrid an einer der Hauptverkehrsachsen des Landes gelegen, ist bekannt für seine kalten Winter und heißen, trockenen  Sommer mit wenig Niederschlag. Die weite Auskragung des überhängenden Dachs spendet Schatten und das Gebäude ist darauf ausgerichtet, eine optimale Temperaturregelung im Inneren zu garantieren und gleichzeitig den Energieverbrauch zu reduzieren.

Durch die Tatsache, dass das Gebäude halb in den Boden hineingebaut wurde, können die klimatischen Ressourcen des Erdbodens komplett ausgenutzt und die optischen Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden. Das Dach verfügt über Photovoltaikzellen zur Stromerzeugung und die Betonmasse sorgt für ausgeglichene Temperaturen im Inneren.

Im Zentrum des Weinguts, wo die 3 Gebäudetrakte aufeinandertreffen, befindet sich eine öffentliche Galerie, die sich über verglaste Halbstockwerke erstrecken und weit in jeden Trakt hineinreichen um den Besuchern von oben einen Blick auf die verschiedenen Prozesse der Weinherstellung zu gewähren, ganz nach dem innovativen Prinzip "transparent facility", welches eine wichtige Rolle beim Design der Anlage spielte. An der Schnittstelle der Trakte befinden sich der lichtdurchflutete Empfangsbereichs und der Verwaltungsbüros, wo  weitläufige Terrassen und Wasserpools einen Blick auf die umliegenden Weingärten ermöglichen. Die öffentlichen Bereiche sind gesäumt von dunkel gefleckten Latten alter Weinfässer um die reiche Tradition der Weinherstellung in dieser Region zu verbildlichen.

Erdgeschoss: ist teilweise in den Erdoden eingebettet, jeder Trakt beherbergt einen Schritt im Weinherstellungsprozess. Im Trakt der an die N-I Autobahn angrenzt, findet der eigentliche Fermentationsprozess statt: er verfügt über 46 Edelstahlltanks mit einer Kapazität von 30 000 Litern, 10 Tanks für Mikrovinifikation (11 800 Liter), 6 Kühltanks (30 000 Liter) und 10 Tanks zur Lagerung (53 000 Liter). Alle Behälter sind aus Edelstahl gefertigt und mit einem integriertem Temperatur-Kontrollsystem  ausgestattet. Im zweiten Trakt wird der Wein in insgesamt 6000 französischen und amerikanischen Eichenfässern gelagert, im dritten findet die Flaschenabfüllung und -lagerung statt. 

Erster Stock: Der Eingangsbereich und die Büros befinden sich im ersten Stock des Gebäudes. Des weiteren liegen hier Versammlunsräume, Räumlichkeiten zur Degustierung, ein Auditorium, ein Shop, ein Restaurant und eine Caferteria. Die Haupttreppe ermöglicht Zugang zu allen Produktionsbereichen im Erdgeschoss. 

Dach: Das Dach ist befahrbar, die Trauben werden von oben über Trichter in das Gebäude geschüttet, somit sind keinen weiteren Installation für den Transport der Früchte notwendig.

Zusätzliche Informationen:
Gesamtfläche: 12 500 m2
Bebaute Fläche: 11 300 m2
Gebäudehöhe 14,5 m (teilweise in den Boden eingebettet)
Anzahl der Stockwerke: 2 operationale Ebenen und das Dach zur Traubenanlieferung (außen)
Produktionskapazität: 1 Million Flaschen Rotwein pro Jahr
Lagerungskapazität: 6 000 Fässer mit 225 Litern Fassungsvermögen und 750 000 Flaschen

Text: Foster + Partners & Constructalia

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