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PROJEKTDATEN

  • Zlin
  • Tschechische Republik
  • Architekt:
    ADNS production architecture
  • 2013
  • Bauherr:
    Stadtverwaltung Zlin
  • Ingenieurbüro:
    Centroprojekt
  • Bauunternehmer:
    Aliaz (Stahlbau)
    PSG (allgemein)
  • Fotos:
    Cultural Center Zlin, ArcelorMittal

TECHNISCHE DETAILS


  Tragwerkskonzept der zusätzlichen Decke
  Schnitt
  Details des Deckensystems
  Tragwerksmodelle - Details
  Produktkatalog: Cofraplus220

Kulturzentrum Zlin


Im Zuge dieses Sanierungsprojekts wurden zwei Gebäude der ehemaligen Bata Schuhfabrik in Zlin in ein Kulturzentrum mit einer Bibliothek, einer Kunstgalerie und dem Museum für Südostmähren verwandelt. Für den Bau eines zusätzlichen Geschosses im Bibliotheksgebäude wurde das Cofraplus 220 Deckensystem von ArcelorMittal eingesetzt.

Die Gebäude Nummer 14 und 15, zwei Produktionshallen der früheren Bata Schuhfabrik errichtet zwischen 1944 und 1949, wurden von der Stadt Zlin erworben mit dem Ziel, sie zu sanieren und für kulturelle Zwecke wiederzubeleben, da die Stadt auf der Suche nach einer neuen, gemeinsamen Niederlassung für die regionale Bibliothek, ein Museum und eine Kunstgalerie war. Als Teil des industriellen Erbes der Stadt sind die Gebäude denkmalgeschützt.

Das Projekt zur Umgestaltung der historisch interessantesten Fabriksgebäude entstand bereits in den 1990er Jahren und begann mit der Sanierung des Gebäudes 21, dem Bata-Wolkenkratzer, von 2002 bis 2004, der nun die regionale Regierung und das Finanzamt beherbergt.

Die Idee des neuen Projekts bestand darin, ein integriertes Kulturzentrum als "lebenden Organismus" in diesem neuentstehenden Stadtteil zu schaffen. Ziel ist es, das einzigartige kulturelle Erbe der Stadt zur Inspiration menschlicher Kreativität zu erhalten, präsentieren und verbreiten.

In einem offenen Architekturwettbewerb wurde das Design von ADNS Productions Architecture für die Realisierung ausgewählt. Es besteht in der Kreation einer bedeutsamen Verbindung zwischen den beiden Gebäuden, die eine gemeinsame Identität für die drei unterschiedlichen Funktionen entstehen lässt. Die räumliche Verbindung der beiden nebeneinanerliegenden Gebäude wurde durch eine Plattform realisiert, einen offenen Hof, der dem Raum zwischen den Bauwerken eine neue Proportion und einen Zweck verleiht und Platz für Skulpturen, Multimedia-Installationen, konzeptuelle Kunst und andere Freiluft-Kulturveranstaltungen bietet.

Um ihre neuen Funktionen erfüllen zu können, wurden in den beiden alten Fabrikshallen tiefgreifende Umgestaltungen im Inneren vorgenommen, auch das Tragwerk musste den neuen Ansprüchen gerecht werden. Moderne technische Installationen waren notwendig, um die neuen, energieeffizienten Konzepte umsetzen zu können.

Das Gebäude 14 beherbergt nun die Kunstgalerie und das Museum über Südostmähren, die Frantisek Bartos Bibliothek hat im Gebäude 15 ihr neues Heim gefunden.

Im Erdgeschoss des historischen Gebäudes 15 wurde eine zusätzliche Decke eingezogen. Dafür wurde Stahl verwendet, um eine maximale Leichtigkeit zu erreichen. Konzipiert als Flachdeckensystem, besteht diese aus der additiven Deckenlösung Cofraplus 220 von ArcelorMittal, gestützt auf in den bestehenden Säulen verankerte HEB Träger, an deren Unterflansche breitere Platten geschweißt wurden, um die Auflage der Verbunddecken zu ermöglichen. Eine besondere Herausforderung für die Ingenieure und das Bauunternehmen bei diesem Projekt waren die Verbindungen der bestehenden, runden Säulen und der neuen Deckenkonstruktion: um die notwendige Auflagefläche bieten zu können, mussten diese Säulen verbreitert werden.

Obwohl die ersten Bemessungen mit einem anderen Verbunddeckensystem durchgeführt wurden, fiel die Wahl schließlich auf Cofraplus 220 aufgrund der zahlreichen Vorteile wie Leichtigkeit, Schnelligkeit beim Einbau und Kosteneinsparungen. Außerdem kann Cofraplus 220 ohne Kräne und andere Hebemaschinerie eingebaut werden, was bei Baustellen mit wenig Platz, wie in diesem Fall, ein wichtiges Kriterium darstellt.

Gefertigt aus verzinktem Stahl in 350DG + Z 275 mit 1,25 mm Blechstärke und aufgrund seiner speziellen Form wird bei dem Einzatz von Cofraplus 220 sowohl weniger Bewehrung und als auch weniger Beton benötigt als bei der eigentlich geplanten Deckenlösung. Mit Spannweiten von 5,75 bis 6,15 m wurde das Flachdeckensystem mit einer ruhenden Last von 1,25kN/m2 , einer Nutzlast von 6,0kN/m2 und einer Feuerbeständigkeit von REI 60 bemessen. Die Betonplatte (NC30/37) misst 130 mm, die Gesamthöhe der Deckenkonstruktion beträgt 350 mm.

Insgesamt wurden 1.420 m2 Cofraplus 220 Verbunddeckenprofile geliefert, das Team von ArcelorMittal Construction bot technische Unterstützung sowohl bei der Bemessung als auch auf der Baustelle.

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